03:24 17 Dezember 2017
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    Kosovo-Status: Russland lehnt einseitige Entscheidung ab

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    BELGRAD, 19. April (RIA Novosti). Der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnt aufgezwungene einseitige Entscheidungen zum Kosovo-Status ab und fordert die Fortsetzung von Verhandlungen.

    "Die einseitige Aufzwingung irgendeiner Entscheidung (über den Kosovo-Status) ist inakzeptabel. Wir treten für einen weiteren Verhandlungsprozess zur Suche nach einer gegenseitig annehmbaren Entscheidung ein", sagte er zu Journalisten in Belgrad nach den Verhandlungen mit Serbiens Präsident Boris Tadic.

    Lawrow zufolge unterstützt Moskau vollständig die Position Belgrads, das die Erfüllung der UN-Resolution Nr.1244 fordert, die in den meisten wichtigsten Punkten nicht erfüllt wird.

    "Die Entscheidung über das Kosovo-Problem kann nur eine sein, die für Belgrad und Pristina annehmbar ist", erklärte der russische Außenminister.

    Serbiens Präsident sagte seinerseits: "Für Serbien ist jegliche Form der Unabhängigkeit des Kovoso absolut unannehmbar. In diesem Sinne ist Serbien mit dem Ahtisaari-Plan nicht einverstanden, der eine strikte Unabhängigkeit des Kosovo impliziert."

    "Serbien meint, dass die Gewährung der Unabhängigkeit an Kosovo zu einem sehr gefährlichen Präzedenzfall werden wird, der zu ernsthaften Folgen für die Balkan-Region und andere Krisenherde führen wird", erklärte Tadic.