09:00 17 Dezember 2017
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    Russlands Ex-Premier Primakow: Iran will derzeit keine Atomwaffen

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    Der russische Ex-Premier und heute Industrie- und Handelskammerpräsident Jewgeni Primakow rechnet nicht damit, dass Iran in absehbarer Zeit Atomwaffen entwickelt.

    ALMA-ATA, 19. April (RIA Novosti). Der russische Ex-Premier und heute Industrie- und Handelskammerpräsident Jewgeni Primakow rechnet nicht damit, dass Iran in absehbarer Zeit Atomwaffen entwickelt.

    "Aus meiner Sicht will Iran derzeit keine Atomwaffen haben. Es verletzt nicht den Vertrag über Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen", sagte der ehemalige russische Premier Primakow am Donnerstag auf dem sechsten Eurasischen Medienforum in Alma Ata (Kasachstan).

    "Wenn man über Urananreicherung spricht, so beschäftigen sich Dutzende Länder damit. Es wäre falsch, anzunehmen, dass sich Iran damit nicht beschäftigen darf", sagte Primakow.

    Zugleich ist er der Meinung, dass sich Iran taktlos benimmt. "Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) stellt Fragen, die Iran nur zum Teil beantwortet. Das ruft bestimmte Verdächtigungen hervor, was Iran nicht zum Nutzen gereicht", betonte der IHK-Chef.

    Seiner Meinung nach gibt es in Iran genügend Personen, die verstehen, dass der übermäßige Radikalismus zu kontraproduktiven Ergebnissen führt.

    Primakow hob hervor, dass Russland kategorisch gegen Anwendung von Gewalt gegen Iran sei.

    "Wenn, Gott behüte, Gewalt gegen Iran angewendet wird, so wird das schlimmer als im Irak sein. Man kann annehmen, dass auch Iran bis zum Ende des laufenden Jahrhunderts destabilisiert sein wird. Denn es werden ausreichend Kräfte eingesetzt, um einen Kampf gegen US-Truppen zu führen. Und die Welle wird sich in der ganzen Welt verbreiten", resümierte er.