03:31 17 Dezember 2017
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    UN-Sicherheitsrat beginnt Konsultationen zur Situation in Darfur

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    LONDON, 19. April (RIA Novosti). Der UN-Sicherheitsrat startet am Donnerstag mit Konsultationen über einen neuen Resolutionsentwurf zur Situation in der sudanesischen Region Darfur, die von Großbritannien und den USA angeregt wurden.

    Wie der britische Premierminister Tony Blair am Mittwoch Journalisten sagte, nehmen die USA und das Vereinte Königreich am Donnerstag eine Erörterung mit den Partnern im UN-Sicherheitsrat über die neue Resolution zum Sudan auf.

    Blair bewertete die gegenwärtigen Geschehnisse im Sudan als „unannehmbar, unheimlich und für die Völkergemeinschaft skandalös“. Der britische Premierminister verwies darauf, dass im Sudan infolge der andauernden inneren Konfrontation zwischen den Afrikanern und den Arabern schon 200 000 Menschen in der Provinz Darfur getötet wurden. Zwei Millionen mussten ihre Häuser verlassen. Vier Millionen Bürger können keinen Lebensunterhalt finden und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

    „Die neue Resolution soll uns ermöglichen, die Zustimmung der sudanesischen Regierung für den Fall zu erhalten, damit Kräfte der Afrikanischen Union und der UNO bei Bedarf ins Land zur Gewährleistung des Friedens und zur Stabilisierung der Situation einziehen können“, so Blair.

    Der Resolutionstext soll auch Bestimmungen über die Verfolgung von Personen, die Gewalt im Sudan provozieren, sowie über Luftkontrollflüge enthalten.

    Blair beschuldigte die sudanesische Führung mit Präsident Omar Hassan al-Bashir, die Völkergemeinschaft zu ignorieren, die Kontrollen des Waffenhandels und die Entwaffnung der illegal bewaffneten arabischen Formationen fordert, um der Gewalt eine Ende zu setzen.

    Der britische Premier gab zu verstehen, dass die sudanesische Führung die Möglichkeit habe, der Annahme der neuen UN-Resolution durch die Befolgung der Aufrufe der Völkergemeinschaft und der früher angenommenen Resolutionen vorzubeugen.

    US-Präsident George W. Bush hatte zuvor am Mittwoch den sudanesischen Präsidenten warnend darauf verwiesen, dass er noch eine letzte Chance habe, Maßnahmen zum Gewaltende in Darfur zu ergreifen. Widrigenfalls würden die USA entsprechende Sanktionen verhängen und andere Strafmaßnahmen gegen das offizielle Hartum erwägen.

    Der innere Konflikt im Westen des Sudans dauert seit Februar 2003 an. Eine 7000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union überwacht die Situation. Dem afrikanischem Militärkontingent wurde wiederholt vorgeworfen, die Situation nicht im Griff zu haben und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in der Rebellenprovinz nicht zu gewährleisten.