06:32 11 Dezember 2017
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    Estlands Premier: Umbettung sowjetischer Soldaten erfolgt nach internationalen Normen

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    TALLINN, 19. April (RIA Novosti). Die Exhumierung und die Identifizierung der sterblichen Reste der sowjetischen Soldaten am Monument „Bronzesoldat“ werden entsprechend den internationalen Normen durchgeführt.

    Dessen versicherte der estnische Premier Andrus Ansip auf einer Pressekonferenz in Tallinn. Ihm zufolge wird die russische Botschaft in Estland darüber informiert. „Wir werden uns dabei keiner wilden Methoden bedienen“, so Ansip.

    Die Regierung plane nicht, alle Arbeiten innerhalb von zwei Wochen auszuführen, wie das einige Massenmedien berichteten, und habe keine sonstigen Zeitpläne, fuhr Ansip fort. „Es wird die Arbeit zur Identifizierung aufgenommen. Die weiteren Handlungen werden sich danach richten, ob etwas entdeckt wird oder nicht“, sagte der Premier. „Es gilt, festzustellen, wem diese sterblichen Reste gehörten und aus welcher Zeit sie stammen.“

    Ansip betonte: „Während der Freilegung der Gräber wie auch am 8. und 9. Mai wird die öffentliche Ordnung garantiert.“ Ihm zufolge wird die Umbettung würdig, unter Einhaltung aller internationalen Normen durchgeführt.

    Der estnische Verteidigungsminister Jaak Aaviksoo hatte am Mittwoch einen Erlass unterzeichnet, dem zufolge die Ausgrabungsarbeiten an der Ruhestätte sowjetischer Soldaten am Hügel Tonismägi in Tallinn Ende April aufgenommen werden. In einem Brief an das Bürgermeisteramt von Tallinn verweist der Minister darauf, dass die Ausgrabungsarbeiten zu dem Zeitpunkt beginnen, den das Gesetz „Über die Soldatengräber“ vorsieht.

    Laut dem Gesetz soll der Eigentümer des Grundstückes, auf dem sich die Gräber befinden, spätestens eine Woche vor dem Beginn der Arbeiten darüber in Kenntnis gesetzt werden. Demnach können die Arbeiten schon am 25. April aufgenommen werden.

    Nach Angaben der estnischen Massenmedien hat das Verteidigungsministerium bereits eine juristische Analyse vorbereitet und einen ausführlichen Plan dafür erstellt, wie die Freilegung der Gräber, die Identifizierung der sterblichen Reste und deren Umbettung sowie die Demontage und die Verlegung des „Bronzesoldaten“ erfolgen sollen. Laut Plan werden diese Arbeiten etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen.

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