11:43 13 Dezember 2017
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    Moskau-Besuch von US-Außenministerin Rice soll ungünstige Entwicklung stoppen

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    MOSKAU, 19. April (RIA Novosti). Der für diesen Mai geplante Russland-Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice soll nach Ansicht von Experten in Moskau die ungünstige Entwicklung der russisch-amerikanischen Beziehungen stoppen.

    "Condoleezza Rice kommt deshalb, weil Washington darüber besorgt ist, ob beide Länder in der gegenwärtigen Konfrontation nicht zu weit gegangen sind", sagte der Leiter des Zentrums für internationale Sicherheit, Alexej Arbatow, in einem Interview für RIA Novosti. Ihm stimmte auch der Direktor des Instituts für USA und Kanada, Sergej Rogow, zu. "Die russisch-amerikanischen Verhältnisse verschlechtern sich in hohem Tempo. Wir gleiten ziemlich schnell in einen neuen Kalten Krieg ab, da die USA offiziell eine Politik zur Abschreckung Russlands betreiben werden", sagte Rogow.

    Der bevorstehende Besuch solle nach Arbatows Meinung dazu beitragen, die negative Entwicklung zu stoppen und die reale pragmatische Zusammenarbeit, an der beide Länder äußerst interessiert seien, nicht durch politische Emotionen überwältigen zu lassen. "Moskau und Washington haben eine Reihe gegenseitiger Vorwürfe. Condoleezza Rice will in Moskau klarstellen, was uns jetzt entzweit und warum jene Sphären der Kooperation immer enger werden, an denen eigentlich beide Länder interessiert sind. Das sind vor allem die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen, der Kampf gegen den internationalen Terrorismus, die Erhaltung der Stabilität in mehreren Regionen, so in der Ukraine und Transkaukasien, aber auch die Fortsetzung der UN-Operation in Afghanistan", sagte Arbatow.

    Experten zufolge wurden Probleme der russisch-amerikanischen Beziehungen schon lange nicht auf einer derart hohen Ebene erörtert. Ganz oben auf der Tagesordnung der Visite würden außenpolitische Fragen stehen - der Irak-Krieg, die Atomprogramme des Irans und Nordkoreas, die Raketenabwehr und der mögliche NATO-Beitritt Georgiens und der Ukraine. Es handelt sich nach Worten von Experten um Fragen, zu denen Russland und die USA in letzter Zeit entgegengesetzte Positionen haben. "In manchen Bereichen hat sich allerdings eine Annäherung abgezeichnet. Aber im Großen und Ganzen ist das nur eine Bagatelle", meinte Rogow.

    Dabei äußerten russische Experten einmütig die Meinung, dass der Moskau-Besuch der US-Außenministerin zu einem konkreten Schritt zur Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen wird.

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