20:34 18 Juli 2018
SNA Radio
    Politik

    Nach Oppositionsmärschen in Moskau: Putin bestätigt Polizeimitarbeiter im Amt

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Russlands Präsident Wladimir Putin hat am gestrigen Montag die Amtspersonen der Moskauer Polizei im Amt bestätigt, die für die Auflösung des „Marsches der Nichteinverstandenen“ in der Hauptstadt zuständig waren, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Vertreter der Administration des Präsidenten und der Moskauer Polizei versicherten, dass die Ernennungen keineswegs mit den Handlungen der Polizei während des „Marsches der Nichteinverstandenen“ zusammenhängen.

    Laut Organisatoren der oppositionellen Märsche belegen die Ernennungen, dass „Überfälle und ungesetzliche Prügelattacken auf die ‚Nichteinverstandenen’ fortgesetzt werden“.

    Putins Erlass erfolgte, nachdem Ella Pamfilowa, Leiterin des Rates für Entwicklung der Institute der Zivilgesellschaft und für Menschenrechte beim russischen Präsidenten, erklärt hatte, dass Innenminister Raschid Nurgalijew zurücktreten müsse: „Die Behörden haben nicht nur grob gehandelt, sie schaden auch dem Ruf Russlands in der Welt.“

    Vertreter der Behörden erklärten gestern, dass man die Bestätigung von Polizeimitarbeitern im Amt nicht mit der erfolgreichen Auflösung des „Marsches der Nichteinverstandenen“ verknüpfen dürfe. „Das ist zumindest eine recht dumme Vermutung“, sagte Natalija Timakowa, Leiterin des Pressedienstes des russischen Präsidenten. „In der Führung der Moskauer Polizei gab es keine Umbesetzungen. Durch den Erlass des Präsidenten wurden einfach die Leiter bestätigt, die lange Zeit (von einigen Monaten bis zu einem Jahr) zeitweilig Funktionen in ihren Ämtern ausübten“, sagte Oberst Viktor Birjukow, Leiter der PR-Stelle der Moskauer Hauptverwaltung für Inneres.

    Die Organisatoren und Teilnehmer des „Marsches der Nichteinverstandenen“ in Moskau sind anderer Meinung. „Das ist eine Antwort an alle, die an der Gesetzlichkeit der Handlungen der Polizei während des ‚Marsches der Nichteinverstandenen’ zweifeln, sowie an alle, die den Rücktritt Nurgalijews gefordert haben“, erklärte Garri Kasparow, Spitzenvertreter der „Vereinigten Bürgerfront“, der während des Marsches festgenommen wurde.

    „Jetzt verstehen wir: Die harte Auflösung der Opposition ist kein Zufall, sondern eine durchdachte Aktion. Die Überfälle und die ungesetzlichen Prügelattacken auf die ‚Nichteinverstandenen’ werden fortgesetzt.“ Wladimir Ryschkow, Abgeordneter in der Staatsduma (Unterhaus des Parlaments), fügte hinzu, dass er sich anstelle Putins mit solchen Ernennungen nicht beeilen würde. „Ich würde die Ergebnisse einer gründlichen Untersuchung abwarten, um dann mich vor meinen Mitbürgern nicht zu schämen und nicht als ein Mensch auszusehen, der die Gesetzlosigkeit und Verbrechen gegen Bürger Russlands und des Auslands deckt.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren