22:57 20 Oktober 2018
SNA Radio
    Politik

    Ahtisaari-Plan geht im UN-Sicherheitsrat nicht durch - Russlands Vizeaußenminister

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Der Kosovo-Plan des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari wird bei der Abstimmung im Weltsicherheitsrat nicht durchgehen.

    Das sagte Russlands stellvertretender Außenminister Wladimir Titow am Dienstag in Moskau.

    Die Gefahr, dass Russland sein Veto-Recht in Anspruch nimmt, müsste die Konfliktparteien zur Suche nach gegenseitig annehmbarer Lösung anreizen, urteilte der Diplomat.

    Der Ahtisaari-Plan war Ende März im Weltsicherheitsrat vorgestellt worden. Demnach soll die umstrittene serbische Provinz den Status eines unabhängigen Staates mit eigener Verfassung, Staatssymbolik und Armee bekommen, jedoch vorläufig unter internationaler Kontrolle bleiben. Die 150 000 Kosovo-Serben sollen das Recht auf örtliche Selbstverwaltung sowie kulturelle Autonomie bekommen. Die USA und die EU unterstützen den Plan, Russland lehnt ihn jedoch ab. Moskau geht davon aus, dass der Status des Kosovo ohne Zustimmung Serbiens nicht festgelegt werden darf.

    Titow wies die Behauptungen zurück, dass die Position Russlands, das auf weiteren Verhandlungen zum Kosovo beharrt, zu einem Gewaltausbruch im Kosovo führen könne und dass Russland die Verantwortung dafür werde übernehmen müssen.

    "Wir tragen bestimmte Verantwortung im Rahmen der Verhandlungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir die Schuld an möglichen Gewaltausbrüchen übernehmen sollen. Die Verantwortung für Gewalt wird bei den Gewalttätern liegen“, betonte der russische Diplomat. Sollte die Gewalt im Kosovo eskalieren, werde Moskau, so Titow, im Weltsicherheitsrat eine Einstellung des politischen Regelungsprozesses fordern.

    Russland setzte sich für weitere Verhandlungen ein, um eine für beide Konfliktparteien annehmbare Lösung herbeizuführen, sagte Titow. Außerdem ruft Russland zur Erfüllung der UN-Resolution Nummer 1244 auf, die einen Autonomiestatus für das Kosovo als Bestandteil Serbiens, eine Rückführung der Flüchtlinge und eine Rückkehr der serbischen Sicherheitskräfte und Grenzschutztruppen in die Krisenregion vorschreibt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren