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    Raketenabwehr: Russland erwartet von den USA konkrete Antwort

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Moskau erwartet von Washington eine Antwort auf die Frage nach dem Zweck der Aufstellung der US-Raketenabwehr in Europa. Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Luxemburg.

    LUXEMBURG, 24. April (RIA Novosti). Moskau erwartet von Washington eine Antwort auf die Frage nach dem Zweck der Aufstellung der US-Raketenabwehr in Europa.

    Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Luxemburg.

    Das geplante Raketenabwehrsystem sei nicht der Lage, die von Iran ausgehenden Gefahren abzuwehren, stellte Lawrow auf einer Pressekonferenz in Luxemburg fest. „Es hat offenbar einen anderen Zweck, und wir möchten wissen, was für einen. Ansonsten führt das zu einer Destabilisierung in Europa."

    Russland könne nur auf gleichberechtigter Grundlage zusammenarbeiten, betonte der russische Außenminister. "Das setzt voraus, dass die Seiten von Anfang an zusammenarbeiten, gemeinsam aktuelle Gefahren einschätzen und Maßnahmen vereinbaren.“

    Der amerikanische Vorschlag zur Zusammenarbeit beim Aufbau der Raketenabwehr schließt laut Lawrow die gemeinsame Einschätzung der Bedrohungen aus. "Wir wünschen nicht, dass Europa zu einem Spielfeld wird. An solchen Spielen beteiligen wir uns nicht.“

    Russland verstehe nicht, warum die USA, um sich gegen eine eventuelle Gefahr von Iran zu verteidigen, Raketenabwehr-Systeme aufbauen, die diese Gefahr nicht abwenden, sondern „geopolitische Probleme für die Sicherheit Russlands schaffen“, sagte der russische Spitzendiplomat. „Solange wir keine Antwort haben, kann dieses Problem kaum gelöst werden.“

    Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn äußerte seinerseits, dass Russland, die USA und die Europäische Union dieses Problem gemeinsam bewältigen müssten. "Ich möchte nicht, dass die EU in ein russisch-amerikanisches Spiel verwickelt wird. Wir müssen zu dritt über dieses Problem diskutieren und eine gemeinsame Verteidigungspolitik haben“, sagte Asselborn.

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