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    Russland: Stopp der Urananreicherung in Iran weiter möglich

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    Das iranische Nuklearprogramm hat keine solchen Änderungen erfahren, die die Beschlussfassung über die Einstellung der Urananreicherung und über die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Sechsergruppe verhindern könnten.

    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Das iranische Nuklearprogramm hat keine solchen Änderungen erfahren, die die Beschlussfassung über die Einstellung der Urananreicherung und über die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Sechsergruppe verhindern könnten.

    Das sagte der stellvertretende Außenminister Russlands Sergej Kisljak am Dienstag RIA Novosti.

    „Wir wissen von keinen qualitativen Änderungen an dem von Iran eingeleiteten Programm, welche es verhindern könnten, das zu tun, worum die IAEO im Falle einer politischen Beschlussfassung dazu in Iran bittet“, sagte Kisljak. Er kommentierte die jüngste Aussage eines iranischen Diplomaten in Moskau, der zufolge Iran auch im Falle der Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den sechs internationalen Vermittlern (fünf ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland) die Frage über die Einstellung der Urananreicherung nicht erörtern werde.

    Nachdem der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am 9. April erklärt hatte, dass Iran von nun an zu den Ländern gehört, die nukleare Brennelemente industriell herstellen, sagte der iranische Diplomat: „(Die Urananreicherung) kann nicht eingestellt werden, denn wir betrachten dies als ein legitimes Recht Irans. Derzeit kann von einem Moratorium in Iran nicht mehr die Rede sein, die Zeit dafür ist schon vorbei.“

    „Solche Aussagen haben wir auch früher zu hören bekommen“, sagte Kisljak.

    „Wir hoffen, dass das weiterhin möglich ist“, fügte er hinzu.

    „In technologischer Hinsicht hat sich nichts derart verändert, dass diese Maßnahme nicht mehr möglich und vom Standpunkt der Einhaltung der Bedingungen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen und für die Klärung aller offenen Fragen durch die IAEO nicht nützlich wäre“, so der stellvertretende Außenminister.

    Laut Kisljak muss Iran die Zusammenarbeit mit der IAEO aufnehmen, um die Situation zu klären.

    „Das ist es eben, was heute fehlt. Das ist eine Frage politischer Entscheidungen“, betonte der Vizeaußenminister.

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