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    Aktion „Georgsband“ in Russland: Veranstalter bemühen sich um eine neue Tradition

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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Die Veranstalter der Aktion „Georgsband“ anlässlich der Siegesfeier hoffen, eine neue Tradition zu schaffen.

    „Es geht uns darum, dass diese Aktion unabhängig von uns fortlebt und zu einer Tradition wird. Wenn das uns gelingt, können wir glauben, dass unsere Rolle erfüllt ist“, sagte die Chefredakteurin der Nachrichtenagentur RIA Novosti, Swetlana Mironjuk, am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Haus der Agentur.

    Ihr zufolge wird die Aktion von RIA Novosti unterstützt, solange eine solche Unterstützung nötig ist.

    Swetlana Mironjuk bemerkte, an der Aktion würden nur diejenigen teilnehmen, die „das selbst wollen“. „Wir möchten, dass sich diese Welle von selbst ausbreitet“, sagte die Chefredakteurin.

    Die Aktion wird von RIA Novosti und von der Jugendorganisation „Studentengemeinde“ mit Unterstützung der Moskauer Stadtregierung durchgeführt. Ihr Ziel ist es, der jungen Generation die Bedeutung und den Wert der Siegesfeier nahe zu bringen. Die Aktion steht unter den Losungen: „Der Sieg meines Großvaters ist mein Sieg!“ und „Ich hab das in Erinnerung! Ich bin stolz darauf!“

    „Georgsbänder“ waren erstmals während der Feierlichkeiten anlässlich des 60. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg im Jahre 2005 auf den Straßen russischer Städte zu sehen.

    Laut der Chefredakteurin von RIA Novosti werden in diesem Jahr in 60 Regionen Russlands „Georgsbänder“ verteilt.

    Wie Swetlana Mironjuk betonte, ist die Aktion „Georgsband“ von der Politik weit entfernt. „Wir wollen diese Aktion vor einer Politisierung, von der Ausnutzung in politischen Spielen bewahren“, sagte die Chefredakteurin.

    Der Direktorin der Internet-Redaktion von RIA Novosti, Natalja Lossewa, zufolge haben sich Interessenten nicht nur in Russland, sondern auch in den anderen Ländern der GUS (auch in Georgien und in der Ukraine), im Baltikum sowie in Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Tschechien, China, den USA und anderen Ländern zur Beteiligung an der Aktion angemeldet.

    Der Präsident der „Studentengemeinde“, Wassili Owtschinnikow, betonte, diese Aktion könne das Klischee von der Verantwortungslosigkeit der Jugendlichen gegenüber der Gesellschaft und dem Staat zerstören.

    „Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, dass unsere Generation nicht nur etwas ändern will, sondern auch kann“, sagte der Präsident der „Studentengemeinde“.

    Die Farben Orange und Schwarz symbolisieren in Russland Tapferkeit im Krieg und Ruhm. Das orange-schwarz gestreifte Band erinnert an den Georgsorden - den Orden des Heiligen und Siegreichen Großmärtyrers Georg, der im Jahre 1769 gestiftet wurde. Mit dieser Auszeichnung wurden Militärverdienste gewürdigt. Im Großen Vaterländischen Krieg wurde in Entwicklung der Traditionen der russischen Armee der Ruhmesorden gestiftet. Dessen Statut und gelb-schwarzes Band erinnern an den Georgsorden. Später wurden viele sowjetische und moderne russische Medaillen und Ehrenzeichen mit dem Georgsband geschmückt.

    Die Aktion „Georgsband“ dauert bis 12. Mai.

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