12:52 23 Januar 2018
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    Kirgisiens NGOs verurteilen Denkmalabriss in Estland als Vandalismus

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    Konflikt um sowjetisches Soldatendenkmal in Estland (63)
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    BISCHKEK, 03. Mai (RIA Novosti). Kirgisische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben den Abriss des sowjetischen Kriegsdenkmals und die Umbettung der Soldatengräber in der estnischen Hauptstadt Tallinn als Vandalismus verurteilt.

    Das Soldatendenkmal erinnere daran, „für welchen grausamen Preis Frieden und Freiheit in Estland“ erkämpft wurde, heißt es in einer am Donnerstag gemeinsam abgegebenen Erklärung des Russischen Verbandes der Landsleute, des Tatarenverbandes „Berdemlek“ und der Veteranenvereinigung „Rote Nelke“.

    „Die Denkmäler wie der Bronzesoldat, die an den Sieg über den Faschismus erinnern, gehören der gesamten Menschheit. Kein Staat ist berechtigt, sie zu zerstören“, so die Erklärung. Mit dem Denkmalabriss habe Estland gegen menschliche Werte verstoßen.

    Die estnischen Behörden hatten am 27. April den Bronzesoldaten auf dem Tönismägi-Hügel im Zentrum von Tallinn abgetragen und mit der Umbettung der am Denkmal begrabenen sowjetischen Soldaten begonnen, die im Zweiten Weltkrieg bei der Befreiung Estlands von der deutschen Wehrmacht gefallen sind.

    Tausende Menschen gingen in Tallinn auf die Straße, um gegen das Vorgehen der Behörden zu protestieren. Die Sicherheitskräfte setzten gegen die Demonstranten Tränengas und Blendgranaten ein.

    In den Folgetagen kam es in der estnischen Hauptstadt Tallinn zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten. Bei den Massenkrawallen wurde ein Mensch getötet, Dutzende wurden verletzt. Die Polizei nahm mehr als 1000 Demonstranten fest.

    Am 30. April wurde der Bronzesoldat auf dem Tallinner Kriegsfriedhof wieder aufgestellt. Dorthin sollen auch die Soldatengräber verlegt werden.

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