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    Denkmal-Abbau in Estland: Russischer OSZE-Botschafter kritisiert Haltung der EU

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    Konflikt um sowjetisches Soldatendenkmal in Estland (63)
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    Alexej Borodawkin, russischer Vertreter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), ist der Ansicht, dass sich die Verlegung des sowjetischen Kriegsdenkmals in Tallinn auf die Beziehungen Russlands mit der EU und der NATO auswirken werden.

    WIEN, 03. Mai (RIA Novosti). Alexej Borodawkin, russischer Vertreter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), ist der Ansicht, dass sich die Verlegung des sowjetischen Kriegsdenkmals in Tallinn auf die Beziehungen Russlands mit der EU und der NATO auswirken werden.

    „Die in Estland begangene Schändung kann sich in letzter Konsequenz auf die Beziehungen Russlands mit der Europäischen Union und der Nordatlantikallianz auswirken“, sagte er am Donnerstag im OSZE-Rat.

    Ihm zufolge sind die Vorgänge in Estland die Folge der Gleichgültigkeit und Duldung der EU und der NATO, die einem Land die Mitgliedschaft gewährt haben, das die Werte der europäischen Kultur und Demokratie mit den Füßen tritt.

    Borodawkin rief alle OSZE-Strukturen auf, die Ereignisse in Tallinn objektiv zu bewerten und von den dortigen Behörden zu fordern, der Gefallenen im Kampf gegen Nazideutschland zu gedenken sowie die Diskriminierung der in Estland lebenden russischsprachigen Bevölkerung zu beenden.

    Gleichzeitig brachte er seine Enttäuschung in Bezug auf die Erklärungen von Vertretern Deutschlands im Namen der EU und der USA im Ständigen Rat zum Ausdruck. Ihn zufolge darf man diese Erklärungen nicht anders als eine neue Offenbarung der Doppelstandards und der Voreingenommenheit bewerten.

    „Wir bedauern, dass der EU und den USA die Prinzipienfestigkeit fehlte, die Ereignisse in Estland objektiv einzuschätzen“, sagte der russische Diplomat.

    Er wies kategorisch die Anschuldigungen gegenüber Russland zurück, weil es angeblich nicht für die Sicherheit der estnischen Botschaft in Moskau sorge.

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