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    Moskau wirft Tallinn Absicht vor, Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs neu auszulegen

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    Konflikt um sowjetisches Soldatendenkmal in Estland (63)
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    Die Verlegung des Bronzemonuments und der sterblichen Überreste von sowjetischen Soldaten in Tallinn ist ein Beweis für die Absicht der estnischen Behörden, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges neu auszulegen.

    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Die Verlegung des Bronzemonuments und der sterblichen Überreste von sowjetischen Soldaten in Tallinn ist ein Beweis für die Absicht der estnischen Behörden, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges neu auszulegen.

    Das sagte der offizielle Sprecher des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin, am Donnerstag in einem Interview für den Nachrichtensender „Westi 24“.

    Nach seinen Worten sollte die Europäische Union die entstandene Situation um die Verlegung des Denkmals einschätzen, was die Außenminister von Russland und von Deutschland, Sergej Lawrow und Frank-Walter Steinmeier, bei ihrem jüngsten Telefonat unterstrichen haben.

    Gleichzeitig warnte Kamynin vor der Behauptung, dass ganz Europa die Position Estlands unterstützt hätte. „Die Reaktion in Europa ist gar nicht eindeutig. Wir waren Augenzeugen dafür, dass die Öffentlichkeit in den meisten europäischen Ländern zu den Handlungen der estnischen Behörden kritisch eingestellt war. Leider haben die offiziellen Kreise und die Leiter von wichtigsten europäischen Organisationen eine ziemlich zurückhaltende Position bezogen“, bedauerte der hochrangige Diplomat.

    Das Denkmal für die sowjetischen Befreiersoldaten in der Stadtmitte von Tallinn war in der Nacht zum 27. April abgetragen worden. Dadurch wurden in der estnischen Hauptstadt Massenunruhen ausgelöst, die einen Menschen das Leben kosteten. Mehrere Dutzende Menschen erlitten Verletzungen.

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