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    Russisches Außenministerium befremdet, dass EU keine Meinung zu Estland äußert

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    Konflikt um sowjetisches Soldatendenkmal in Estland (63)
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    Die Botschafter von Deutschland, Portugal und der EU-Kommission in Moskau sind ins russische Außenministerium vorgeladen worden, dessen Vertreter Befremden äußerten, dass die EU keine prinzipielle Einschätzung der Handlungen von Estland gebe.

    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Die Botschafter von Deutschland, Portugal und der EU-Kommission in Moskau sind ins russische Außenministerium vorgeladen worden, dessen Vertreter Befremden äußerten, dass die EU keine prinzipielle Einschätzung der Handlungen von Estland gebe.

    So hieß es in einer Mitteilung des Departements für Information und Presse des Ministeriums.

    „Der stellvertretende Außenminister Alexander Gruschko drückte tiefes Befremden und Verständnislosigkeit aus, weil es keine prinzipielle Einschätzung der Handlungen des offiziellen Tallinns, des Abrisses des Denkmals für den Befreiersoldaten, der Exhumierung der Überreste der sowjetischen Soldaten, die auf dem Tönismägi-Hügel begraben sind, sowie der übermäßigen Gewalt der estnischen Behörden gegen die Demonstranten gibt“, hieß es in der Mitteilung.

    Die russische Seite besteht auf einer möglichst schnellen und objektiven Ermittlung der Umstände des Mordes an einem russischen Bürger in Tallinn und der polizeilichen Aktionen gegen die Demonstranten, hieß es in der Meldung.

    Der deutsche Botschafter in Russland, Walter Jürgen Schmid, der portugiesische Botschafter, Manuel Marcelo Curto, und der Geschäftsträger ad interim der EU-Kommission, Paul Vandoren, haben ihre Besorgnis über die Situation um die estnische Botschaft in Moskau zum Ausdruck gebracht. In der Antwort hieß es, dass „die Demonstrationen und Kundgebungen eine Reaktion der russischen Öffentlichkeit auf die Handlungen der estnischen Behörden sind“.

    Gruschko betonte auch, dass die russischen Rechtsschutzorgane alle notwendigen Maßnahmen unternehmen, um das Gesetz und die Ordnung zu wahren und Bedingungen für die Arbeit der Botschaft zu schaffen.

    In der Nacht zum 27. April wurde auf Beschluss der estnischen Behörden das Denkmal für den Befreiersoldaten vom Tönismägi-Hügel in der estnischen Hauptstadt Tallinn demontiert. Die Verteidiger des Bronzesoldaten wurden von der Polizei durch Tränengas, Licht- und Lärmgranaten auseinandergetrieben. Hunderte Menschen wurden festgenommen. Bei den Massenunruhen kam der Russe Dmitri Ganin ums Leben. Vertreter russischer Jugendbewegungen demonstrieren aus Protest gegen die Umstellung des Bronzesoldaten vor der estnischen Botschaft in Moskau.

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