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    Schändung des Grabes des ungarischen KP-Chefs Kadar: russische Kommunisten empört

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    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Russlands, Iwan Melnikow, rief die politische Führung Russlands zu einer entscheidenen Reaktion zur Schändung des Grabs von János Kádár, eines aktiven Kämpfers gegen den Faschismus, auf.

    Der Abgeordnete erinnerte daran, dass am 2. Mai das Grab des Ersten Sekretärs der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei János Kádár, der das Land von 1956 bis 1988 regierte, auf dem Zentralfriedhof von Budapest zerwühlt und seine Überreste geraubt wurden.

    Kadar war in einem Doppelsarg beigesetzt worden. Ein stählerner Sarg befand sich in einem hölzernen in zwei Metern Tiefe. Unbekannte zerstörten den Holzsarg und teilweise den stählernen, aus dem die Überreste gestohlen wurden. Auf einer Gruft neben Kádárs Grab ließen sie eine Inschrift übrig: „Ein Mörder hat keinen Platz in der heiligen Erde!“

    „Gegen einen aktiven Kämpfer gegen den Faschismus in Europa ist ein barbarischer Akt verübt worden. Ich glaube, das ist ein außerordentlicher Vorfall. Und es ist das nächste Glied in derselben Kette wie die estnische Barbarei“, sagte Melnikow gegenüber RIA Novosti.

    Der Führer der russischen Kommunisten, Gennadi Sjuganow, sagte auch, dass seine Partei die Schändung des Grabes rigoros verurteile.

    „Wir fordern, dass die Täter gefunden und bestraft werden“, sagte Sjuganow gegenüber Journalisten.

    Er sagte, dass Russlands Konflikte der letzten Zeit mit einigen europäischen Ländern über die historischen Monumente eine Folge der antikommunistischen Hysterie seien, die von ultrarechten Kräften entfacht werde.

    Die ungarische Polizei entdeckte das zerwühlte Grab von Kádár auf dem Fiume-Friedhof im Osten der ungarischen Hauptstadt am Mittwoch. Die ungarischen Politiker verurteilten den Akt von Vandalismus, den Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány als „herausfordernd, unmenschlich und gemein“ bezeichnete.

    Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall.

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