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    Serbien: Nationalist Nikolic will nicht in die EU bei Unabhängigkeit des Kosovo

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    Der Chef der Serbischen Radikalen Partei, Tomislav Nikolic, schließt eine Integration Serbiens in die Europäische Union aus, falls dem Kosovo die Unabhängigkeit gewährt wird.

    MOSKAU, 14. Mai (RIA Novosti). Der Chef der Serbischen Radikalen Partei, Tomislav Nikolic, schließt eine Integration Serbiens in die Europäische Union aus, falls dem Kosovo die Unabhängigkeit gewährt wird.

    Das sagte Nikolic in einem Interview mit der russischen Zeitung "Wremja nowostej" vom Montag.

    "Wir sehen uns einer realen Gefahr der Unabhängigkeit des Kosovo gegenüber. Ausgehend davon, müssen wir die Prioritäten und Handlungen auf der staatlichen Ebene bestimmen. Wenn die Europäische Union uns das Kosovo wegnimmt, und die Demokratische Partei Serbiens einwilligt, so haben wir sowohl mit den einen als auch mit den anderen nichts zu besprechen", betonte er.

    "Die Situation ist dergestalt, dass das Schicksal unseres Landes, seiner Souveränität und territorialen Integrität von Russland abhängt. Falls man uns das Kosovo wegnimmt, wird sich Serbien als souveräner Staat nicht bestehen können, wenn es von Russland nicht unterstützt wird. Das muss heute allen klar sein", unterstrich der Politiker.

    Ihm zufolge ist die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten der Skupstina (Parlament)der Meinung, dass das Kosovo kein Territorium sein darf, das von Serbien unabhängig ist.

    "In diesem Monat führen die USA im UN-Sicherheitsrat den Vorsitz. Das Weiße Haus macht keinen Hehl daraus, dass es die Absicht hat, bis Ende Mai das Kosovo-Problem durch die Gewährung der Unabhängigkeit zu lösen. In dieser kritischen Situation bedarf der serbische Staat der legitimen Machtorgane, vor allem der arbeitsfähigen Skupstina", betonte Nikolic, der am gestrigen Sonntag als Parlamentsvorsitzender zurücktrat.

    "Wir treten für eine vorgezogene Wahl ein und haben nicht die Absicht, zuvor eine Regierung weder der Mehrheit noch der Minderheit zu bilden. Wir werden deswegen nicht nach Unterstützung von anderen Parteien suchen. An diesen politischen Spielen nehmen wir nicht teil", sagte Nikolic.

    In Serbien läuft am morgigen Dienstag die Frist ab, die die Verfassung für die Bestätigung einer neuen Regierung durch das Parlament vorgesehen hat.

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