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    Staatskrise in Ukraine: Politische Lager protestieren vor Generalstaatsanwaltschaft

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    Die politische Krise in der Ukraine eskaliert. Am Freitagmorgen versammelten sich vor dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft rund 3 000 Anhänger und mehrere hundert Gegner der Regierung von Viktor Janukowitsch.

    KIEW, 25. Mai (RIA Novosti). Die politische Krise in der Ukraine eskaliert. Am Freitagmorgen versammelten sich vor dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft rund 3 000 Anhänger und mehrere hundert Gegner der Regierung von Viktor Janukowitsch.

    Wie der ukrainische TV-Sender "Fünfter Kanal" berichtet, protestieren die Regierungsanhänger gegen den Erlass von Staatspräsident Viktor Juschtschenko über die Entlassung des Generalstaatsanwalts Swjatoslaw Piskun, die Opposition hingegen unterstützt den Präsidentenerlass. Mehrere Dutzend Sicherheitskräfte schirmen beide Lager voneinander ab, um Gewalt zu verhindern.

    Am frühen Freitagmorgen hatte die dem Innenministerium unterstehende Spezialeinheit "Titan" die Mitarbeiter der Staatlichen Schutzverwaltung aus dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft gedrängt, die sich vor dem Arbeitszimmer des kommissarischen Generalstaatsanwalts Viktor Schemtschuk befanden. Vor dem Arbeitszimmer des entlassenen Generalstaatsanwalts Viktor Piskun halten Abgeordnete aus der Regierungskoalition "Wache".

    Die Regierungskoalition kündigte für den Freitag im Zentrum von Kiew eine Kundgebung mit mindestens 50 000 Teilnehmern an.

    Die seit Ende März andauernde politische Krise in der Ukraine spitzte sich am gestrigen Donnerstag abermals zu, nachdem Juschtschenko Generalstaatsanwalt Piskun entlassen hatte. Kurz danach ließ die von Regierungschef Janukowitsch geführte Partei der Regionen wissen, dass Bewaffnete in das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft eingedrungen waren.

    Daraufhin berief Präsident Viktor Juschtschenko eine Sonderberatung mit den Chefs der Sicherheitsbehörden ein.

    Auch Regierungschef Viktor Janukowitsch brach seinen Besuch in Jalta (Krim) ab und kehrte nach Kiew zurück. Den Präsidentenerlass über die Entlassung des Generalstaatsanwalts bezeichnete er als verfassungswidrig.

    Piskun ließ unterdessen wissen, er werde sein Arbeitszimmer nicht verlassen, bis der Präsident seinen Erlass außer Kraft setzt. Die von der Partei der Regionen geführte Parlamentskoalition sagte Piskun Unterstützung zu.

    Auch Innenminister Wassili Zuschko unterstützte den entlassenen Generalstaatsanwalt. Juschtschenko nannte das Vorgehen des Innenministers ein Verbrechen.

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