23:34 11 Dezember 2017
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    USA sehen Russland trotz Differenzen als notwendigen Partner

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    USA sind an gemeinsamem Aktivitäten mit Russland interessiert.

    WASHINGTON, 25. Mai (RIA Novosti). Die USA sind an gemeinsamem Aktivitäten mit Russland interessiert.

    Das sagte der für Europa und Eurasien zuständige US-Vizeaußenamtschef, Daniel Fried, am Donnerstag bei einem Hearing in der Regierungskommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die auch als „Helsinki-Kommission“ bekannt ist.

    Der Diplomat räumte ein, dass „die amerikanisch-russischen Beziehungen kompliziert“ seien. Nach seinen Worten schlägt Russland in letzter Zeit international einen „offensiveren Ton an und eventuell auch in seinem Handeln“. Zugleich hob er hervor, dass es in den russisch-amerikanischen Beziehungen sowohl Meinungsdifferenzen als auch Bereiche der Zusammenarbeit gebe. Fried verwies in dem Zusammenhang auf den Antiterrorkampf und die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen und den Kampf gegen Atomterror-Gefahren. Zwischen beiden Ländern fände ein Dialog im Russland-Nato-Rat und über andere Kanäle statt.

    Gleichzeitig stellte er fest, dass die USA hinsichtlich der Bürgerfreiheiten, der Menschenrechte, der Medienfreiheit und der Situation mit den nichtstaatlichen Organisationen in Russland kritisch eingestellt seien. Außerdem sei Washington über das Handeln Russlands gegenüber seinen Nachbarstaaten besorgt.

    „Russland erscheint manchmal als ein komplizierter Kooperationspartner, wir haben aber auch zahlreiche Bereiche der Zusammenarbeit, in denen wir gemeinsame Interessen verfolgen“, sagte er.

    „Unsere Beziehungen stellen zwar natürlich keine strategische Partnerschaft dar, sie enthalten aber eine Partnerschaft bei vielen strategischen Fragen“, betonte der US-Diplomat. Er hob das notwendige Streben beider Länder nach Zusammenarbeit selbst in komplizierten Bereichen hervor.

    Fried stellte zudem fest, dass George W. Bush und Wladimir Putin im Juni unter vier Augen am Rande des G8-Gifpels in Deutschland sprechen wollen.

    „Dieser und andere Termine werden in den kommenden Monaten zu wichtigen Momenten, die die Möglichkeit bieten könnten, unsere Meinungsdifferenzen bei wichtigen Fragen zu verringern und in den Bereichen voranzuschreiten, die unser konstruktives Zusammenwirken mit Russland ausmachen.“