23:24 18 Dezember 2017
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    Russland fordert multilaterale Gespräche über Raketenabwehr in Europa

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    Russland setzt sich für eine multilaterale Diskussion über die geplante Aufstellung der US-Raketenabwehr in Europa ein.

    WARSCHAU, 25. Mai (RIA Novosti). Russland setzt sich für eine multilaterale Diskussion über die geplante Aufstellung der US-Raketenabwehr in Europa ein.

    So kommentierte ein Sprecher des russischen Außenministeriums die amerikanisch-polnische Vereinbarung über die Stationierung von zehn US-Abfangraketen an der Ostseeküste. „Da diese Frage die Sicherheit von ganz Europa betrifft, sollte sie nicht im bilateralen, sondern in einem multilateralen Format diskutiert werden“, sagte der Sprecher. Russland lehne diese US-Pläne nach wie vor ab, weil sie die Sicherheit Russlands und die strategische Stabilität in der ganzen Welt gefährdeten, sagte der Sprecher. Die Argumente, mit denen die USA die Installierung der Raketenabwehr in Osteuropa begründen, halte Russland für nicht überzeugend.

    Am gestrigen Donnerstag hatte der polnische Fernsehsender TVP1 berichtet, dass die geplante US-Raketenabwehrbasis in Polen an der Ostsee aufgestellt werden soll. Den Angaben zufolge hatten US-Vertreter bereits mehrmals den möglichen Standort besucht, wo zehn Abfangraketen in Stellung gebracht werden sollen.

    Offizielle Verhandlungen zwischen Polen und den USA über die Aufstellung der Raketenabwehr hatten am gestrigen Donnerstag begonnen.

    Die Stationierung einer US-Raketenabwehrbasis soll Warschau garantieren, dass Polen nicht mehr in den russischen Einflussbereich gerate, hatte der polnische Regierungschef Jaroslaw Kaczynski am 20. Februar im Polnischen Radio gesagt.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren. Mit Tschechien begannen die USA am 10. Mai diesbezüglich offizielle Verhandlungen. Mit dem Raketenabwehr-System in Osteuropa wollen sie sich gegen einen eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" schützen. Hierzu zählt Washington vor allem Nordkorea und Iran.

    In Russland erregen die US-Pläne Besorgnis. Moskau sieht dadurch das strategische Gleichgewicht gefährdet und kündigt angemessene Gegenmaßnahmen an.

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