01:20 17 Dezember 2017
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    Russischer Außenpolitiker fordert Beweise für militärische Ausrichtung von Irans Atomprogramm

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    Weitere Sanktionen gegen Iran wären nur dann möglich, wenn bewiesen wird, dass Iran sein Atomprogramm zu militärischen Zwecken nutzen kann.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Weitere Sanktionen gegen Iran wären nur dann möglich, wenn bewiesen wird, dass Iran sein Atomprogramm zu militärischen Zwecken nutzen kann.

    Das sagte der Chef des Duma-Ausschusses für Auswärtiges, Konstantin Kossatschow, am Freitag.

    „Weitere Entscheidungen zu Iran können fallen, nachdem die Experten den Bericht des IAEO-Chefs Mohammed el-Baradei studiert haben“, äußerte Kossatschow. Wenn festgestellt würde, dass Iran angereichertes Uran für ein Militärprogramm abzweigen kann, dann können schärfere Sanktionen verhängt werden. Aber auch dann sollte die Weltgemeinschaft politische, diplomatische und wirtschaftliche Maßnahmen ergreifen und von einem Gewalteinsatz absehen, sagte Kossatschow.

    Ein Militäreinsatz gegen Iran zerstöre die Non-Proliferation von Atomwaffen und mache den Atomwaffensperrvertrag sinnlos, sagte der russische Parlamentarier.

    Das Ausbleiben einer offiziellen Reaktion Moskaus auf den Bericht des IAEO-Chefs erklärte Kossatschow damit, dass der Bericht noch nicht offiziell veröffentlicht sei.

    Am Mittwoch hatte IAEO-Generaldirektor Mohammed el-Baradei berichtet, dass Iran die Urananreicherung fortsetze und damit die Forderungen des UN-Sicherheitsrates nach Einstellung des Atomprogramms missachte. Am Mittwoch lief die vom Weltsicherheitsrat festgesetzte Frist ab, in der Teheran diese Forderungen erfüllen sollte.