04:21 16 Dezember 2017
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    Russisches Außenministerium studiert Situation um Raketenstarts in Nordkorea

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    Russische Diplomaten studieren die Situation um den Start von Kurzstreckenraketen in Nordkorea. Das teilte ein Mitarbeiter des russischen Außenministeriums RIA Novosti mit.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Russische Diplomaten studieren die Situation um den Start von Kurzstreckenraketen in Nordkorea.

    Das teilte ein Mitarbeiter des russischen Außenministeriums RIA Novosti mit.

    „Wir haben die Meldungen japanischer Massenmedien zur Kenntnis genommen und studieren derzeit die Situation“, sagte er.

    Wie der japanische TV-Kanal NHK unter Berufung auf Quellen in der japanischen Regierung meldete, wurden die Starts vormittags in Richtung Japanisches Meer vorgenommen. Es gibt keine ausführlichen Informationen. Aber eine Quelle des TV-Kanals teilte mit, dass diese Raketen nicht zu den ballistischen Raketen der Nodong-Klasse (Reichweite - 1500 km) oder der Taepodong-2-Klasse (Reichweite - bis zu 6000 km) gehören. Am ehesten waren das Kurzstreckenraketen. Die entsprechenden Ämter versuchen im Moment, den Raketentyp und die Zahl der vorgenommenen Starts festzustellen.

    „Die Reichweite der Raketen ist nicht groß. Deshalb werden sie die Sicherheit Japans nicht beeinflussen“, zitiert NHK einen Vertreter der japanischen Regierung.

    Wie die Nachrichtenagentur Kyodo Tsushin meldete, beträgt die Reichweite dieser Raketen 100 bis 200 km. Laut einer Quelle der Agentur handelte es sich vermutlich um modernisierte Boden-Schiff-Raketen der Silkworm-Klasse oder um Raketen, die in ihren Abmessungen den ballistischen Kurzstreckenraketen Scud nachstehen.

    Nordkorea nahm 2006 sieben Starts von Raketen unterschiedlicher Reichweite vor. Die stärkste davon, Taepodong-2, zerfiel einige Minuten nach dem Start und fiel ins Meer nieder. Im Jahr 1998 überflog eine nordkoreanische ballistische Rakete die japanischen Inseln und fiel in den Stillen Ozean nieder.

    Im April zeigte Pjöngjang während einer Parade anlässlich des 75. Jahrestages der Koreanischen Volksarmee neue Mittelstreckenraketen, die nach Expertenschätzungen eine Entfernung von bis zu 4000 Kilometern überwinden können und eine vervollkommnete Variante der sowjetischen Raketen SSN-6 sind.