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    Kampf um linke Wähler in Russland spitzt sich zu - „Wremja Nowostej“

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti). Der Chef von „Gerechtes Russland“ und Vorsitzender des Föderationsrates, Sergej Mironow, möchte seine Partei mit der Kommunistischen Partei (KP) fusionieren. Die KP hat das Angebot unverzüglich und entschieden abgelehnt, schreibt die Tageszeitung „Wremja Nowostej“ am Donnerstag.

    Die Partei „Gerechtes Russland“ war vor einem Jahr nach einer Fusion der Partei „Rodina“ (Heimat) sowie der Partei des Lebens und der Rentnerpartei entstanden. Nun meinte Mironow, dass ein Zusammenschluss mit der KP zu einem haushohen Sieg führen würde, während sich die jetzige Machtpartei „Einheitliches Russland“ mit der Rolle eines Außenseiters würde begnügen müssen. Wie Mironow am Mittwoch vor Journalisten erklärte, ist eine Parteienvereinigung wegen der harten Position von KP-Chef Gennadi Sjuganow unmöglich, in der künftigen Staatsduma könnten die Parteien dennoch einen Block bilden.

    „Wie die Regionalwahlen gezeigt haben, legen die Kommunisten kolossal zu“, stellt Alexander Konowalow, Präsident des Instituts für strategische Schätzungen, fest. „Sollten die Menschen glauben, dass es egal ist, ob sie für die Kommunisten oder für ‚Gerechtes Russland’ stimmen, weil dies eine Einheitspartei sein wird, so könnte Mironow einen Teil der KP-Stimmen an sich binden.“

    Die linken Wähler sind in Russland besonders aktiv, deshalb sind alle politischen Parteien an ihren Stimmen interessiert. Kennzeichnend ist in diesem Zusammenhang der Erfolg des Blocks „Rodina“ bei den vorangegangenen Wahlen. Dmitri Rogosin, einer der Kovorsitzenden des Blocks, versucht jetzt, sein neuestes Projekt, die Partei „Großes Russland“, auf die Beine zu stellen, zu der patriotische Organisationen gehören sollen. Die Chancen dieser Partei, vom Justizministerium registriert zu werden, sind allerdings sehr gering. „Die nationalistischen Stimmungen, auf die Rogosin setzt, sind in Russland derart populär, dass seine Partei auf Anhieb 15 bis 20 Prozent bekommen könnte“, so Konowalow. „Wer wird ihn das aber machen lassen?“

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