23:05 18 Februar 2018
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    Andenken der sowjetischen Soldaten ist mit dem der SS unvereinbar

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti). Generalmajor Alexander Kirilin, Leiter des Militärischen Gedenkzentrums der Streitkräfte der Russischen Föderation, hat erklärt, dass die ukrainische Seite die für Russland unannehmbare Initiative unterbreitet, das Andenken der gefallenen sowjetischen Soldaten und Offiziere dem von Personen gleichzusetzen, die auf der Seite der Faschisten gekämpft hatten.

    „Neuerdings haben wir Schwierigkeiten selbst mit der Ukraine“, sagte Kirilin auf einer Pressekonferenz in der RIA Novosti in seinem Statement zur heiklen Situation um die Verlegung des Denkmals des Bronzesoldaten und sowjetischer Soldatengräber in Estland.

    „Buchstäblich vor zwei Wochen ist bei uns ein Vorschlag der Staatlichen Kommission (der Ukraine) für die Verewigung des Andenkens von gefallenen Heimatverteidigern und von Opfern der politischen Repressalien eingegangen, eine (mit Russland) gemeinsame Kommission zu bilden, die ein Abkommen über das Verfahren zur Pflege von Soldatenfriedhöfen vorbereiten soll“, sagte Kirilin.

    „Sie wollen Gedenkstätten hier, am Ort der ehemaligen Häftlingslager für Vaterlandsverräter, bauen und ihnen die gleichen Ehrenbezeigungen erweisen wie auch den Soldaten, die während der Kampfhandlungen bei der Befreiung der Ukraine vom Faschismus fielen“, berichtete der General.

    Nach seiner Information wollen die „ukrainischen Partner“ Russland die Idee aufzwingen, die Rechte der SS-Soldaten der Division „Galitschina“ und der Bandera-Leute denen der Teilnehmer am Großen Vaterländischen Krieg gleichzusetzen. Unter den besonders „problembeladenen“ Ländern, in denen heute die Frage nach einer Revision der Kriegsergebnisse erhoben wird und sich eine komplizierte Situation um die Begräbnisstätten von sowjetischen Soldaten ergibt, nannte der Leiter des Militärischen Gedenkzentrums Estland, Lettland, Polen und „zum Teil“ Ungarn.

    „Sie halten unsere Soldaten für Okkupanten“, sagte er. Doch seiner Meinung nach sind all das „politische Spiele“ der regierenden Kreise.

    In diesem Zusammenhang wies der Vertreter des Verteidigungsministeriums darauf hin, dass es zweierlei sei, die Denkmäler von Stalin, Churchill, Roosevelt und anderen Politikern abzutragen beziehungsweise Straßen umzubenennen oder aber „an Soldaten zu rühren, die ihr Leben für die Befreiung eines Landes von den Faschisten hingaben“. Das sei etwas ganz Anderes, sagte General Kirilin.

    Diese Soldaten hätten sich, setzte er fort, nicht als Eroberer aufgeführt, sondern waren sämtlich, ob alt oder jung, bereit, ihr Leben für eine fremde Freiheit hinzugeben. Wer zählt all die Familien - die Kinder, die Frauen, die Eltern -, die ihre Angehörigen in jenem Krieg verloren hatten, sagte Kirilin.

    „Und diese Menschen Okkupanten zu schimpfen ist zumindest unmenschlich und ungerecht“, betonte er. Auch sonst dürfe man keine politische Staatsordnung, die möglicherweise einigen Staaten aufgezwungen wurde, mit der Mission der Armee verwechseln, äußerte der Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums überzeugt.