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    Südossetien will Wasserversorgung der georgischen Grenzgebiete einstellen

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti). Die Behörden von Südossetien (nicht anerkannte Republik auf georgischem Territorium) wollen am Donnerstag die Wasserversorgung der georgischen Grenzgebiete einstellen, wenn Tiflis die Wasserversorgung von Zchinwali (Hauptstadt Südossetiens) nicht wiederherstellt.

    Zuvor hatte die südossetische Seite Georgien einer vorsätzlichen Störung der Rohrleitungen beschuldigt, die Zchinwali am acht Kilometer langen Abschnitt des Kanals Kechwi-Tamarascheni mit Wasser versorgen.

    Wie der südossetische Außenminister Murat Dschiojew sagte, sind die Handlungen Südossetiens erzwungen, denn die Einwohner von Zchinwali bekommen schon seit einigen Tagen kein Wasser mehr.

    „Die georgische Seite gewährt schon seit einer Woche Reparaturarbeitern, Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Angehörigen der Friedenskräfte keine Möglichkeit, die Situation einzuschätzen und die notwendigen Reparaturarbeiten vorzunehmen“, teilte Dschiojew mit.

    Ihm zufolge ersuchte Südossetien sowohl die georgische Führung als auch die Weltgemeinschaft um Hilfe bei der Lösung dieses Problems. Aktiv helfen dabei der russische Botschafter in Tiflis, Wjatscheslaw Kowalenko, und der Leiter der OSZE-Mission in Georgien, Roy Reeve.

    Der südossetische Außenminister sagte, dass in den Krankenhäusern von Zchinwali die Situation mit Wasser gegenwärtig katastrophal sei.

    Der Chef der von Georgien protegierten Interimsadministration von Südossetien, Dmitri Sanakojew, bezichtigt den Präsidenten der nicht anerkannten Republik, Eduard Kokoity, der künstlichen Schaffung von Problemen bei der Wiederherstellung des Kanals, der Zchinwali mit Wasser versorgt.

    Eine offizielle Erklärung verbreitete der Pressedienst Sanakojews am Donnerstag früh.

    „Alles, was sich heute ereignet, geschieht durch Verschulden des Regimes Kokoitys. Er muss die Verantwortung für die angespannte Situation in der Konfliktzone tragen. Seine Ultimatenpolitik führte dazu, dass es unmöglich ist, abgestimmte Handlungen bei der Reparatur der Wasserleitung vorzunehmen. Im Ergebnis bekommt die Bevölkerung von Zchinwali schon seit einigen Tagen kein Wasser“, heißt es in der Erklärung Sanakojews.

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