21:41 26 September 2017
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    UN-Sicherheitsrat berät über neue Kosovo-Resolution - Russland erwägt Veto

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    Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstmals über den neuen Resolutionsentwurf zum Kosovo. Das berichtet das Presseamt der UNO.

    NEW YORK, 16. Juli (RIA Novosti). Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstmals über den neuen Resolutionsentwurf zum Kosovo.

    Das berichtet das Presseamt der UNO.

    Die Debatte findet auf Initiative von den USA, Großbritannien und Frankreich statt, die den Resolutionsentwurf konzipiert haben.

    Dem Entwurf liegt der Kosovo-Plan des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari zugrunde, der eine Unabhängigkeit der serbischen Provinz ohne Zustimmung Belgrads vorsieht. Für Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad sieht der Entwurf 120 Tage vor. Die Bestimmung, der zufolge das Kosovo nach Ablauf dieser Frist automatisch unabhängig wird, wurde jedoch aus dem neuen Entwurf gestrichen.

    Die USA, Großbritannien und Frankreich nennen den neuen Resolutionsentwurf einen Kompromiss und erwarten von der Vetomacht Russland ein Einlenken.

    Vergangene Woche bekräftigte der russische Außenminister Sergej Lawrow jedoch, dass Moskau nur eine Lösung mit Zustimmung Serbiens mittragen werden. Westliche Diplomaten warnen unterdessen, dass bei einem Veto Russlands das Verhältnis zwischen Moskau und dem Westen erschwert würde und dem Weltsicherheitsrat die Kontrolle über die Kosovo-Frage entgleite.

    Das Kosovo gehört seit dem Angriff der NATO im Jahre 1999 formell zu Serbien, steht jedoch unter UN-Verwaltung. Die albanische Mehrheit fordert die Unabhängigkeit der Provinz ohne Zustimmung Belgrads, was auch im Ahtisaari-Plan vorgesehen ist. Die USA und die europäischen Staaten unterstützen eine international kontrollierte Unabhängigkeit des Kosovo. Serbien lehnt jede Form von Unabhängigkeit ab und bietet statt dessen weitgehende Autonomierechte an. Eine endgültige Entscheidung soll der UN-Sicherheitsrat fällen.

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