12:48 26 September 2017
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    Staatsduma-Chef: Gerede von Unabhängigkeit des Kosovo verfrüht

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    Es ist verfrüht, von der Unabhängigkeit des Kosovo zu sprechen, bevor nicht die früher angenommenen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates erfüllt werden. Das sagte der russische Unterhauschef Boris Gryslow.

    MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Es ist verfrüht, von der Unabhängigkeit des Kosovo zu sprechen, bevor nicht die früher angenommenen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates erfüllt werden.

    Das sagte der russische Unterhauschef Boris Gryslow.

    Zu Beginn seines Treffens mit den Mitgliedern der in Moskau weilenden Delegation der Demokratischen Partei Serbiens sagte Gryslow: „Solange die Bedingungen der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates nicht erfüllt sind, können wir nicht zu Fragen sprechen, die die Unabhängigkeit des Kosovo betreffen.“

    Die Resolution 1244 zum Kosovo aus dem Jahre 1999 sieht die Achtung der Prinzipien der Souveränität und der territorialen Integrität sowie die Schaffung der notwendigen demokratischen Basisbedingungen für die Zeit vor, bis eine definitive Entscheidung über den künftigen Status der Region getroffen wird.

    Laut dem Staatsduma-Chef sind unter anderem noch keine Bedingungen für die Rückkehr der Flüchtlinge in das Kosovo geschaffen.

    „Die Position Russlands zu dieser Frage ist bekannt und bleibt konsequent“, so Gryslow.

    Der Vorsitzende des Staatsduma-Ausschusses für Auswärtiges, Konstantin Kossatschow, vertritt ebenfalls die Auffassung, dass die Völkergemeinschaft zunächst von keinen neuen Resolutionen zum Kosovo-Problem sprechen sollte. Es gehe vor allem darum, die Verhandlungen darüber wieder aufzunehmen und diese unter Berücksichtigung der Meinung aller Seiten zu führen, sagte Kossatschow.

    Auf die neue Fassung der Resolution des UN-Sicherheitsrates zum Kosovo eingehend, verwies Kossatschow auf die geringe Wahrscheinlichkeit, dass Russland diesen Dokumententwurf unterstützen werde. Denn in der neuen Fassung seien die Interessen Serbiens weiterhin nicht berücksichtigt, so Kossatschow.

    Er räumte zugleich ein, dass die Ausarbeitung des neuen Dokumentes ein Fortschritt bei der Lösung dieses Problems sei.

    Die Region Kosovo, die formell Teil des serbischen Territoriums ist, wird seit dem Jahr 1999 von der UNO verwaltet.

    Die Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über den endgültigen Status der Region, die im Jahre 2006 in Wien unter internationaler Vermittlung geführt worden waren, brachten keine Vereinbarung, weil die Kosovo-Führung auf Unabhängigkeit besteht und die serbischen Behörden das scharf ablehnen.

    Der UN-Sicherheitsrat führt am Montag erste Konsultationen über den neuen Resolutionsentwurf zum Kosovo hinter geschlossenen Türen. Dem Dokument liegt der Martti-Ahtisaari-Plan zugrunde, der dem Kosovo den Unabhängigkeitsstatus ohne Berücksichtigung der Position von Serbien gewährt.

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