03:34 24 September 2017
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    Staatsduma will „adäquate Antwort“ auf Ausweisung von Diplomaten aus Großbritannien

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    Diplomatische Krise Russland - Großbritannien (50)
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    MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Russland wird nach der Ausweisung seiner Diplomaten aus Großbritannien adäquate Maßnahmen gegen dieses Land ergreifen.

    Das sagte der Erste Vizevorsitzende des auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Leonid Sluzki, am Montag gegenüber RIA Novosti.

    Er bedauerte, dass sich London „doch für eine Anspannung der Beziehungen mit Russland“ entschieden habe, nachdem Moskau die Ausweisung des Unternehmers Andrej Lugowoi, des mutmaßlichen Mörders des Ex-FSB-Beamten Alexander Litwinenko, nach Großbritannien verweigert habe. „Das ist ein unkonstruktiver Weg“, stellte der Abgeordnete fest. Zugleich verwies er darauf, dass die britischen Behörden wüssten, dass die Auslieferung von russischen Bürgern ins Ausland dem nationalen Grundgesetz widerspreche. Außerdem zeuge die Reaktion der britischen Behörden von ihrem „unbegründeten“ Misstrauen zu den russischen Rechtsschutzorganen, die diesen Fall auf ihrem Territorium ermitteln wollen, bedauerte der Parlamentarier.

    Darüber hinaus kritisierte Sluzki die britische Seite für die Entscheidung zur Verschärfung des Visaregimes, die nach seinen Worten einfache Bürger Russlands und Großbritanniens betreffen wird. „Der Fall Lugowoi ist kein Anlass für solch ernsthafte Konflikte“, betonte er. Ihm zufolge sollte Großbritannien als „angesehenes Land mit langjährigen Traditionen, unter anderem im juristischen Bereich, nach zivilisierteren Methoden zur Regelung von entstehenden Streitfragen suchen.“

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