18:49 25 September 2017
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    Moskau: Russophobie in Großbritannien greift auch auf Außenpolitik über

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    Diplomatische Krise Russland - Großbritannien (50)
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    Die jüngste Erklärung des britischen Außenministers (David Miliband) über die bevorstehende Ausweisung von vier russischen Diplomaten zeugt davon, dass Russophobie in den britischen gesellschaftspolitischen Kreisen jetzt auch auf die Außenpolitik Londons übergreift.

    MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Die jüngste Erklärung des britischen Außenministers (David Miliband) über die bevorstehende Ausweisung von vier russischen Diplomaten zeugt davon, dass Russophobie in den britischen gesellschaftspolitischen Kreisen jetzt auch auf die Außenpolitik Londons übergreift.

    Das geht aus einer am Montag in Moskau verbreiteten Erklärung des russischen Außenministeriums hervor. Zudem habe London eine Verhärtung des Visumszwangs in den Beziehungen zu Russland als Antwort auf dessen Weigerung angekündigt, den Unternehmer Andrej Lugowoj an Großbritannien auszuliefern.

    "Die Handlungen des offiziellen London erinnern an eine gut geplante Aktion mit dem Ziel, die Untersuchung des so genannten Falls Litwinenko bewusst zu politisieren... Der britischen Seite ist gut bekannt, dass Bürger Russlands laut Verfassung des Landes nicht an andere Staaten ausgeliefert werden dürfen. Unsere Position steht im Einklang mit der entsprechenden Europäischen Konvention, die es gestattet, einem Staat die Auslieferung seiner Bürger zu verweigern", heißt es in dem Dokument.

    Das russische Außenamt macht darauf aufmerksam, dass sich auch die britische Justiz selbst mehrmals geweigert hatte, Auslieferungsanträge gegen Bürger zu erfüllen, denen kriminelle Verbrechen und Terroranschläge zur Last gelegt werden. Dazu zählten auch mehrere Bürger Russlands, einschließlich des in Ungnade gefallenen Unternehmers Boris Beresowski, der zum Sturz der legitimen Macht in Russland aufgerufen habe. Das sei auch der tschetschenische Emissar Achmed Sakajew. London habe nicht nur russische, sondern auch schweizerische, belgische, französische und argentinische Auslieferungsanträge abgelehnt, so das russische Außenamt.

    Miliband kündigte eine Revision des gesamten Komplexes der Beziehungen zu Moskau wie auch Pläne Londons an, den Fall Litwinenko auf der Ebene der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland zu behandeln.

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