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    Georgiens Parlamentschefin: Boykott von Olympia-2014 in Sotschi möglich

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    Russland ist nicht berechtigt, das Territorium Abchasiens ohne Abstimmung mit Tiflis in die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2014 einzubeziehen.

    TIFLIS, 27. Juli (RIA Novosti). Russland ist nicht berechtigt, das Territorium Abchasiens ohne Abstimmung mit Tiflis in die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2014 einzubeziehen.

    Das erklärte Georgiens Parlamentschefin Nino Burdschanadse am Donnerstag vor Journalisten.

    Damit nahm sie Stellung zu einem Beitrag in der "Nesawissimaja Gaseta", laut der Russland mehrere Hundert Millionen Dollar in die Entwicklung der Baustoffindustrie Abchasiens investieren will.

    "Wenn es darum geht, dass Russland ohne Zustimmung der offiziellen Behörden in die Herstellung einer Infrastruktur für Olympia-2014 investieren wird, so werden wir Russland daran erinnern, dass Abchasien ein Territorium des souveränen Staates Georgien ist", betonte Burdschanadse. "Wenn Russland diese Investitionen fortsetzen wird, so werden die Spiele in Sotschi das Schicksal der Moskauer Olympiade teilen."

    Die 22. Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau waren von den USA und führenden westlichen Ländern nach dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan im Dezember 1979 boykottiert worden.

    Im Vorfeld der IOC-Abstimmung über den Austragungsort der Spiele 2014 hatte Georgiens Präsident Michail Saakaschwili den Antrag von Sotschi unterstützt. Nach seiner Ansicht würde die Austragung der Spiele in der russischen Stadt Sotschi, die nur wenige Kilometer von der nicht anerkannten Republik Abchasien gelegen ist, zur Stabilität in der Region beitragen.

    Abchasiens Außenminister Sergej Schamba hatte, so "Nesawissimaja Gaseta", mitgeteilt, dass in Abchasien neue Zement- und Ziegelsteinfabriken gebaut werden sollen, die die Olympia-Baustellen in Sotschi beliefern werden. Außerdem bot Abchasien an, Gäste der Spiele bei sich unterzubringen.

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