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    Vatikan warnt vor Islamisierung Europas

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    Der Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Georg Gänswein, hat auf die Gefahr einer Islamisierung Europas aufmerksam gemacht.

    VATIKAN, 27. Juli (RIA Novosti). Der Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Georg Gänswein, hat auf die Gefahr einer Islamisierung Europas aufmerksam gemacht.

    In einem Interview für die Süddeutsche Zeitung vom Freitag meinte er, die Versuche einer Islamisierung des Westens dürften nicht verschwiegen werden. Die Gefahr, dass Europa seine Identität einbüße sollte nicht unterschätzt werden, nur weil die Erscheinung nicht verstanden werde.

    Die Agentur Agr hat bereits am Donnerstag kommentiert, der Privatsekretär habe das Interview gegeben, um die strittigen Positionen des Pontifex zu verteidigen, die der Papst im vorigen Jahr bei seinem Besuch in Deutschland in der Universität von Regensburg vorgetragen hat.

    Papst Benedikt XVI. hat vor den Studenten und dem Lehrkörper über die Unterschiede zwischen Christentum und Islam referiert. Er zitierte den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos, der gegen das Osmanische Reich und die Ausbreitung des Islams zu Felde gezogen ist. "Das Neue und Richtige und Positive, was Mohammed gebracht hat, auch über die Verbreitung mit dem Schwert, ist folgendes, nämlich alles, was sich dem einzig wahren Gott nicht selbstlos unterwirft, zu vernichten", hat der Papst ausgeführt, ohne seinen eigenen Standpunkt dazu zu umreißen.

    Mit diesen Äußerungen löste der Papst eine Welle der Proteste in der islamischen Welt aus. Islamische Gotteskrieger drohten gar mit der Sprengung des Vatikans. Die Erregung ging soweit, dass sich der Papst in einer speziellen Erklärung entschuldigt hat. Er sagte, er habe nicht die religiösen Gefühle der Moslems verletzen wollen.