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    Umfrage: Präsident und FSB sind in Russland am einflussreichsten - "Gaseta"

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    MOSKAU, 27. Juli (RIA Novosti). Die einflussreichsten Kräfte in Russland sind der Präsident und der Sicherheitsdienst FSB. Dies ergab eine Umfrage des Lewada-Meinungsforschungszentrums, schreibt die Tageszeitung "Gaseta" am Freitag.

    Russlands Bürger begreifen das Prinzip der Machtteilung weiterhin nicht und ahnen nicht, dass die drei Machtsäulen - die Exekutive, die Legislative und die Gerichtsbarkeit - an und für sich gleich bedeutend sein sollten. Die reale Machtquelle ist für die meisten Befragten nicht das Volk, sondern die Stärke.

    Die drittbedeutendste Kraft im Lande ist laut den Befragten das Geld, in der Umfrage als "Oligarchen, Bankiers und Financiers" bezeichnet.

    Wie Experten in ihren Kommentaren zu diesen Ergebnissen feststellen, spielt das Fernsehen im Massenbewusstsein der russischen Bürger weiterhin eine große Rolle. "Auf allen Ebenen herrscht in den Medien ein Konsens darüber, dass Präsident Putin nicht kritisiert, sondern nur gelobt wird", äußerte der Politologe Dmitri Oreschkin. "Dies ist eine der Haupterrungenschaften der Präsidentenadministration. Da die Wirtschaftssituation im Prinzip nicht schlecht ist, entsteht bei den Menschen der Eindruck, dass dies alles dank der Tätigkeit des Präsidenten geschehen ist."

    Recht bewusst fördern die Medien die generelle Meinung, dass Russland rundum von Feinden umgeben ist, die den wirtschaftlichen Wohlstand untergraben möchten, fügt Oreschkin hinzu. Unter anderem sei damit der hohe Stellenwert des FSB zu erklären.

    Weit abgeschlagen sind die Gerichtsorgane gelandet. Nach Ansicht der russischen Bürger können die Gerichte in ihrem Leben nichts entscheiden. "Das Gericht ist eine überaus abhängige Struktur", äußert ein Moskauer Richter in der Zeitung. "Die Richter hängen vom Geld und von der administrativen Ressource ab. Deshalb werden positive Urteile zu Gunsten von Bürgern selten gefällt."

    Die Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) und die Parteien rangierten ebenfalls auf den untersten Einfluss-Stufen im Lande.

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