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    Gorbatschow ruft russische und britische Politiker zum Dialog auf

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    Der Ex-Präsident der UdSSR Michail Gorbatschow hat die russischen und die britischen Politiker zum Dialog aufgefordert, damit sich die Beziehungen, die sich wegen des „Falls Litwinenko“ zugespitzt haben, verbessern.

    MOSKAU, 27. Juli (RIA Novosti). Der Ex-Präsident der UdSSR Michail Gorbatschow hat die russischen und die britischen Politiker zum Dialog aufgefordert, damit sich die Beziehungen, die sich wegen des „Falls Litwinenko“ zugespitzt haben, verbessern.

    Gleichzeitig stellte er jedoch fest, dass Großbritanniens Regierung versucht, ein guter Partner nur für die USA zu sein.

    „Es hat keinen Sinn für unsere Politiker, sich von dem schroffen Ton anstecken und in all die schroffen Erklärungen einbeziehen zu lassen, man muss im Auge behalten, dass zwischen uns und Großbritannien ernst zu nehmende Verbindungen bestehen. Man braucht nur zu erwähnen, dass in und um London zum Beispiel eine halbe Million Russen wohnen und da ernste Angelegenheiten geregelt werden“, sagte Gorbatschow am Freitag bei einer Pressekonferenz in Moskau.

    Nach der Weigerung Russlands, den Unternehmer Andrej Lugowoi auszuliefern, den die Briten verdächtigen, am Mord des ehemaligen Sicherheitsoffiziers Alexander Litwinenko beteiligt zu sein, hat London die Ausweisung von vier russischen Diplomaten bekannt gegeben. Russland hat als Antwort darauf ähnliche Maßnahmen getroffen.

    „Was getan ist, ist getan, es gilt jedoch, Halt zu machen und zum Dialog zur weiteren Intensivierung der Beziehungen zurückzukehren“, äußerte Gorbatschow.

    „Wenn in diesem Fall alles scheinbar wegen des Todes von Litwinenko entstanden ist, sollen sich doch die Rechtsschutzorgane damit befassen“, sagte Gorbatschow.

    Er stellte fest, dass der „Fall Litwinenko“ politisiert werde. „Also braucht jemand diese Politisierung, will jemand den Beziehungen einen Schaden zufügen. Ich aber kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass England bemüht ist, ein guter Partner nur für die Vereinigten Staaten von Amerika zu sein, und oft in Situationen gerät, die vor dem eigenen Volk schwer zu verantworten sind“, sagte der Ex-Präsident der UdSSR. In Russland sehe man das und könne eine solche Haltung nicht billigen, sei jedoch zu einer konstruktiven Lösung der bestehenden Probleme bereit.

    „Was sowohl das Moratorium“ (Russlands über den KSE-Vertrag) „als auch die Münchner Rede“ (Putins) „betrifft, nun ja, da war Hitzigkeit nicht zu verleugnen, eine bestimmte Ausdrucksweise, aber ich sehe dahinter den Wunsch des Präsidenten, sich mit diesen Angelegenheiten zu befassen. Dass das Moratorium verhängt worden ist heißt nicht, dass wir die Erfüllung dieser Verpflichtungen verweigern, wir wollen, dass unsere Partner diese Verträge ratifizieren und erfüllen“, erklärte der Ex-Präsident der UdSSR.

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