23:45 20 Oktober 2018
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    Russland besorgt über neue Welle feindlicher Rhetorik in Georgien

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    TIFSLIS, 27. Juli (RIA Novosti). Der russische Botschafter in Georgien, Wjatscheslaw Kowalenko, ist über die jüngsten Aussagen von Tiflis hinsichtlich Russlands besorgt.

    „Es steigt eine neue Welle der russlandfeindlichen Rhetorik. Das sind Anschuldigungen gegen die Friedenstruppen in Abchasien und Südossetien. Das ist auch eine Interpretation des Berichtes der gemeinsamen Gruppe zur Untersuchung des letzten Zwischenfalls im Kodori-Tal“, sagte Kowalenko am Freitag zu Journalisten im internationalen Pressezentrum von RIA Novosti in Tiflis.

    Auf die Ermittlung zum Beschuss des oberen Teils des Kodori-Tales am 11. März eingehend, rief der Diplomat dazu auf, von einer Interpretation des Dokumentes abzusehen, das die gemeinsame Ermittlungsgruppe erarbeitet hat, die im Juni die Untersuchung der Umstände des Geschehens beendete. Der Gruppe gehören UN-Militärbeobachter im Konfliktraum, Vertreter der Kollektiven Kräfte zur Friedenserhaltung (aus Russland) sowie der georgischen und der abchasischen Seite an.

    „In dem Dokument wird nichts von einer russischen Spur gesagt. Mit dem gleichen Erfolg könnte auch von einer georgischen Spur gesprochen werden. Wie ich glaube, sollte da nichts erdacht und nichts dazuspekuliert, sondern nur auf die Endergebnisse der Untersuchung dieses Falls gewartet werden“, betonte der Botschafter.

    Nach früheren Aussagen ranghoher Amtspersonen und des georgischen Außenministeriums waren die Ortschaften im Kodori-Tal von Militärhubschraubern beschossen worden, die von russischem Territorium aus eingeflogen seien. Russland wies diese Anschuldigung entschieden zurück und nannte die Behauptung von Tiflis eine Provokation.

    Das georgische Außenministerium hat am Freitag vor allem von den Untersuchungsorganen Russlands gefordert, eine zusätzliche Ermittlung zum Beschuss des Kodori-Tales durchzuführen.

    Tiflis wirft der russischen Seite vor, die Zusammenarbeit zu verweigern. „Die georgische Seite hält es für unannehmbar, dass Russland noch vor dem Abschluss der Untersuchung die Funktion eines Koordinators bei der Beilegung des Konfliktes ausübt und in der Gruppe der Freunde des UN-Generalsekretärs mitwirkt.“

    Wie der Vertreter Georgiens, Irakli Alasanija, am Donnerstag nach einer Sitzung im UN-Sicherheitsrat sagte, „hatten die Russen nicht alle Informationen zur Verfügung gestellt“. Hätten die russischen Behörden mit dem Untersuchungsteam zusammengearbeitet, hätte die Herkunft der beim Feuerüberfall eingesetzten Geschosse nach deren Seriennummern leicht festgestellt werden können.

    Genauso wichtig wäre die Hilfe der russischen Seite für das Untersuchungsteam, wenn Moskau die Radaraufzeichnungen über die russischen Luftverteidigungsmittel vom 11. März veröffentlicht hätte.

    Wie die Sprecherin der russischen Mission in der UNO, Marija Sacharowa, früher sagte, hatte Russland seine Zusammenarbeit nicht verweigert und alle notwendigen Materialien für die Untersuchung zur Verfügung gestellt.

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