02:49 21 Februar 2018
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    Russische Mitwirkung in georgischer Kommission für Status von Südossetien fraglich

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    TIFLIS, 27. Juli (RIA Novosti). Die Botschaft Russlands in Georgien wartet auf eine zusätzliche Information über die Arbeit der in Tiflis gebildeten Kommission zur Festlegung des Status von Südossetien.

    Das teilte der Botschafter Russlands in Tiflis, Wjatscheslaw Kowalenko, am Freitag bei einem Pressegespräch im internationalen Pressezentrum von RIA Novosti in Tiflis mit.

    Die zweite Sitzung der Staatskommission zur Festlegung des Status von Südossetien findet am Samstag, dem 28. Juli, im Dorf Kurta in Südossetien statt.

    „Wir sind offiziell eingeladen worden, an der Arbeit der Kommission teilzunehmen. Diese Einladung hat einen allgemeinen Charakter. Wir möchten eine nähere Information über das Format der Arbeit dieser Kommission erhalten“, sagte Kowalenko.

    Er äußerte Zweifel daran, dass sich Russland an dieser Arbeit beteiligen wird.

    Wie die Agentur Novosti-Grusia berichtet, hält Kowalenko die Idee der Erörterung des Status von Südossetien für realistisch, wenn beide Konfliktseiten sich an der Diskussion beteiligen und sich über das Format verständigen werden.

    „Die südossetische Seite hat bereits ihre Nichtbeteiligung angemeldet“, sagte Kowalenko.

    Laut dem Diplomaten sieht der offizielle Mechanismus der Verhandlungen die Arbeit zur Erhöhung des Vertrauensniveaus zwischen den Konfliktseiten, die wirtschaftliche Rehabilitation des Konfliktraums und eine schrittweise Aufnahme der Verhandlungen über den Status vor.

    Wie der georgische Staatsminister für Konfliktlösung und Koordinator der Arbeit der Kommission, David Bakradse, informierte, hat er den Botschafter Russlands in Georgien über die Bildung der Kommission in Kenntnis gesetzt und ihm die Einladung übermittelt, sich in die Arbeit der Kommission einzuschalten.

    Die Behörden der international nicht anerkannten Republik Südossetien haben das Angebot von Tiflis, an der Arbeit der Staatskommission zur Festlegung des Status von Südossetien mitzuwirken, die sie für aussichtslos und unzweckmäßig halten, abgelehnt.

    Die Verhandlungen über die georgisch-ossetische Regelung werden seit Mitte 1990er Jahre im vierseitigen Format der Gemischten Kontrollkommission geführt.