11:59 17 August 2017
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    Konflikt um Raketenabwurf: USA stellen sich auf Georgiens Seite

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    Raketeneinschlag in Georgien (44)
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    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Russlands "Rhetorik" zum Vorfall mit einer Rakete im georgisch-ossetischen Konfliktraum führt zu weiteren Spannungen zwischen Moskau und Georgien.

    Diese Meinung äußerte Matthew Bryza, der für Europa und Eurasien zuständige stellvertretende Berater des US-Außenamtschefs.

    "Solche Rhetorik, bei der behauptet wird, Georgien habe sich selbst angegriffen, ist nicht gerade nützlich und verursacht zusätzliche Spannungen", fügte Bryza hinzu. "Wir können zwar nicht sagen, wer dort und was gemacht hat. Wir haben aber auch keine Anzeichen dafür, dass Georgien sich selbst beschossen hätte, das steht nun mal fest."

    Wie die georgische Seite mitgeteilt hatte, waren am Montag zwei Militärmaschinen mit russischen Erkennungszeichen in den Luftraum Georgiens eingedrungen. Auf die Radarstation nahe der Stadt Gori sei eine Rakete abgeschossen worden. Die Radaranlage kam dabei nicht zu Schaden. Dem russischen Botschafter in Tiflis wurde in diesem Zusammenhang eine Protestnote überreicht.

    Laut Informationen aus Südossetien (nicht anerkannte Republik im Bestand Georgiens) ist ein nichtidentifiziertes Flugzeug aus der georgischen Richtung in den Konfliktraum eingedrungen und nahm einen gezielten Raketenabschuss vor. Die Rakete landete rund fünf Kilometer von der Radarstation in der Siedlung Schawschebi. Danach kehrte die Maschine um und flog zurück. Rund 30 Minuten später wurde ein georgischer Hubschrauber in diesem Raum gesichtet, der mehrere Rundflüge über diesen Ort absolvierte.

    Die Führung des Generalstabs der russischen Streitkräfte dementiert kategorisch den Fakt jeglicher Flüge russischer Maschinen zum angegebenen Zeitpunkt in diesem Luftraum. Russlands Außenamt äußerte indes die Meinung, dass der Beschuss des georgischen Territoriums eine Provokation gewesen war, mit der der Prozess der Normalisierung im georgisch-ossetischen Konfliktraum torpediert werden soll.

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