14:49 18 August 2017
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    Zweites koreanisches Gipfeltreffen findet vom 28. bis 30. August statt

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    TOKIO, 08. August (RIA Novosti). Der südkoreanische Staatschef wird vom 28. bis 30. August zu Gesprächen in Nordkorea weilen. Das wird das zweite Gipfeltreffen in der Geschichte der beiden Länder.

    Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Administration des Staatspräsidenten von Südkorea hervor.

    „Der zweite interkoreanische Gipfel soll zum Frieden und zum Gedeihen auf der Koreanischen Halbinsel beitragen. Zudem werden die Verhandlungen die Regelung des Atomproblems von Nordkorea vorantreiben“, heißt es im Dokument.

    Laut der Mitteilung wird der südkoreanische Staatspräsident Roh Moo-hyun einen dreitägigen Besuch in Pjöngjang abstatten, um sich mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il zu treffen.

    Die zentrale Telegraphenagentur Nordkoreas CTAK bestätigte heute ebenfalls die Absicht der Seiten, ein Gipfeltreffen durchzuführen.

    Das erste Gipfeltreffen der beiden Republiken hatte 2000 stattgefunden und den Anstoß zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen auf verschiedenen Gebieten gegeben.

    Damals hatte sich Kim Dae-jung als erster südkoreanischer Präsident mit seinem nordkoreanischen Amtskollegen getroffen. Am heutigen Mittwoch unterstützte er die Durchführung des Gipfels.

    „Ich möchte, dass er zu einem deutlichen Fortschritt beim Aufbau des Friedens auf der Koreanischen Halbinsel und bei der Entwicklung des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen den Republiken führt“, zitierte ihn die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

    Japan hat bisher keinen offiziellen Kommentar zum interkoreanischen Gipfeltreffen abgegeben.

    „Der Dialog zwischen Südkorea und Nordkorea selbst ist eine gute Sache. Sollte er zu einem Fortschritt bei der Atomwaffenfreimachung der (Koreanischen) Halbinsel führen, so ist das zu begrüßen“, zitierte der Fernsehsender NHK eine Quelle in der japanischen Regierung, die anonym bleiben wollte.

    Eine andere regierungsnahe Quelle, die mit den Verhandlungen über die in den 70er und 80er Jahren durch die nordkoreanischen Geheimdienste entführten japanischen Bürger zu tun hat, sagte, dass sie in Bezug auf die Entwicklung des Verhandlungsprozesses zwischen Nordkorea und anderen Ländern gemischte Gefühle habe, da dieses Problem noch nicht geklärt sei.

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