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    Georgischer Raketenabwurf untergräbt positive Tendenzen in russisch-georgischen Kontakten

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    Raketeneinschlag in Georgien (44)
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    Moskau hat den jüngsten Zwischenfall mit dem georgischen Raketenabwurf als einen Versuch gewertet, die positiven Tendenzen in den russisch-georgischen Beziehungen zu untergraben und die Situation in der georgisch-ossetischen Konfliktzone zuzuspitzen.

    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Moskau hat den jüngsten Zwischenfall mit dem georgischen Raketenabwurf als einen Versuch gewertet, die positiven Tendenzen in den russisch-georgischen Beziehungen zu untergraben und die Situation in der georgisch-ossetischen Konfliktzone zuzuspitzen.

    Das geht aus einer am Mittwoch in Moskau verbreiteten Mitteilung des russischen Außenministeriums zu den Ergebnissen eines Telefongesprächs zwischen dem russischen Staatssekretär und Vizeaußenminister Grigori Karassin und dem georgischen Vizeaußenminister Nikolos Waschakidse hervor. Moskau sei über diesen Zwischenfall äußerst besorgt.

    Nach Behauptung der georgischen Seite waren zwei Flugzeuge "mit russischen Erkennungszeichen" am vergangenen Montagabend in den Luftraum Georgiens eingedrungen und hatten eine Radaranlage bei Gori mit Raketen beschossen, die allerdings unversehrt blieb. Der russische Generalstab besteht kategorisch darauf, dass keine russischen Flugapparate in dieser Zeit und in diesem Raum abgehoben hätten.

    Nach Angaben südossetischer Beobachtungsposten wurde in dem betroffenen Raum tatsächlich ein unbekanntes Flugzeug gesichtet, das aber aus östlicher Richtung - von Seiten Georgiens - eingedrungen war und ungezielt eine Rakete abfeuerte. Diese schlug knapp fünf Kilometer von der Radaranlage im Raum der Siedlung Schawschebi ein. Darauf machte die Maschine kehrt. Etwa 30 Minuten später wurde in dem Raum ein georgischer Hubschrauber bemerkt, der die Stelle mehrmals umkreiste und dann zurückflog.

    Am Dienstag plädierte das russische Außenamt für eine sorgfältige Untersuchung des Zwischenfalls, damit die Schuldigen festgestellt werden könnten.

    "Wir neigen nicht zu einem übermäßigen Wortgefecht und wollen das Resultat der Untersuchung nicht vorwegnehmen. Wir bestehen darauf, dass diese Untersuchung schnell und effizient durchgeführt wird. Unsererseits sind wir zu einer Kooperation bereit", heißt es in der Mitteilung weiter.

    Während der Unterredung wurde festgestellt, dass der Zwischenfall an die Ereignisse vom 11. März dieses Jahres im Kodori-Tal erinnert, als drei Dörfer unter Beschuss genommen wurden. Damals behauptete die georgische Seite, dass einige Hubschrauber vom benachbarten Territorium der russischen Teilrepublik der Kabardiner und Balkaren in den georgischen Luftraum eingedrungen seien. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete diese Erklärung als Provokation.

    An der Klärung der Umstände dieses Zwischenfalls hatten Experten der UNO, der Friedenskräfte sowie Vertreter Georgiens und Abchasiens teilgenommen. Aus dem Bericht der UN-Beobachtermission in Georgien geht nicht hervor, dass das Kodori-Tal von russischen Hubschraubern beschossen wurde.

    Während ihres Gesprächs einigten sich Karassin und Waschakidse auf die Fortsetzung der Arbeitskontakte zu diesem Problem.

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