15:33 16 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Serbische Regierung ruft USA zu Zurückhaltung bei Lösung des Kosovo-Problems auf

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    BELGRAD, 08. August (RIA Novosti). Die serbische Regierung hat die USA zur Zurückhaltung und Unparteilichkeit bei der künftigen Verhandlungsrunde zum Status der südserbischen Provinz Kosovo aufgerufen.

    "Serbien rechnet damit, dass der US-Vertreter bei der nächsten Verhandlungsrunde konstruktiv an der Suche nach einer Kompromisslösung teilnehmen wird", sagte ein serbischer Regierungssprecher am Mittwoch in Belgrad. Diese Lösung dürfe der UN-Charta und der Verfassung von Serbien nicht widersprechen, heißt es in einem an Washington gerichteten Appell.

    Belgrad sei darüber besorgt, dass die USA offen versuchen, den Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari zu reanimieren, der von Serbien und mehreren anderen Ländern als unannehmbar abgewiesen worden sei. "Belgrad ließ die jüngsten Erklärungen des State Departments nicht unbemerkt, wonach die USA weiterhin den Kurs darauf steuern, dass die von Ahtisaari vorgeschlagene sogenannte 'kontrollierbare Unabhängigkeit' der südserbischen Provinz zur bevorzugten Lösung des Kosovo-Problems werden soll", heißt es in dem Papier.

    Die Troika der Kontaktgruppe, zu der Alexander Bozan-Chartschenko (Russland), Frank Wisner (USA) und Wolfgang Ischinger (Deutschland) gehören, kommt an diesem Freitag von London nach Belgrad. Die internationalen Vermittler sollen sich mit Serbiens Präsident Boris Tadic und Ministerpräsident Vojislav Kostunica treffen. Zugegen sein sollen auch Außenminister Vuk Jeremic und der Minister für die Kosovo-Angelegenheiten, Slobodan Samardzic.

    Belgrader Massenmedien zufolge sollten diese Treffen nicht als Beginn der Verhandlungen betrachtet werden, weil sie in vieler Hinsicht einen technischen Charakter haben und den bevorstehenden Dialog zwischen der serbischen und der albanischen Seite erst vorbereiten sollen.

    Von Belgrad reisen die internationalen Vermittler nach Pristina weiter.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren