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    Kosovo vor Aufgliederung? - "RBC Daily"

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    MOSKAU, 10. August (RIA Novosti). Vertreter Russlands, der EU und der USA haben den Beginn einer neuen Etappe der Verhandlungen über den Kosovo-Status erörtert. Die vorangegangenen Verhandlungen mussten abgebrochen werden, als der UN-Sicherheitsrat den Plan für die Unabhängigkeitsgewährung an die Provinz Kosovo ablehnen musste, gegen den sich Russland ausgesprochen hatte.

    Laut vorliegenden Angaben hat die amerikanische Seite neue Vorschläge unterbreitet, deren Wesen in einer Aufgliederung der Provinz in einen serbischen und einen albanischen Teil vorsieht, schreibt die Wirtschaftszeitung "RBC Daily" am Freitag.

    Indes hat Belgrad eindeutig zu verstehen gegeben, es wäre bereit, dem Kosovo eine denkbar breite Autonomie, allerdings im Bestand Serbiens, anzubieten. Die Kosovo-Regierung in Pristina, speziell der Premier Agim Cecu, erklären genauso eindeutig, dass "ein Verbleib des Kosovo im Bestand Serbiens nicht einmal auf der Tagesordnung steht".

    "Eine vollständige bzw. teilweise Abtrennung des Bezirks Kosovska Mitrovica, wo es nach den ethnischen Säuberungen durch die Albaner immer noch eine serbische Bevölkerung gibt, ist eine Variante, die auf der Oberfläche liegt", stellt Andrej Schemjakin, stellvertretender Direktor des Instituts für Slawistik und Balkanistik der Russischen Wissenschaftsakademie, fest.

    Die Serben machen aber nicht einmal in diesem Bezirk eine Mehrheit aus. "Das Wichtigste aber: Die Variante der Aufgliederung stellt die Albaner nicht zufrieden. Sie wollen die ganze Provinz haben."

    Wie die Zeitung aus russischen diplomatischen Kreisen erfuhr, will Russland darauf bestehen, dass das Kosovo-Problem auf der Grundlage der Respektierung der Souveränität und der territorialen Integrität der von der UNO anerkannten Staaten geregelt wird.

    "Es liegt nicht an Russlands Beziehungen zu Serbien und nicht an den imperialen Ambitionen Moskaus", betonte der russische Diplomat. "Der Präzedenzfall des Kosovo gilt für alle. Morgen kann anstelle von Serbien ein jeder andere Staat dran sein. Moskau wird das nicht zulassen", erklärte ein russischer Diplomat in einem "RBC-Daily"-Gespräch.

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