07:38 22 August 2017
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    Vermittler-"Troika" klärt in Belgrad technische Fragen der Kosovo-Regelung

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    Kosovo-Status (440)
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    Die "Vermittler"-Troika, die von der Kosovo-Kontraktgruppe in London gebildet wurde, kommt am Freitag zur Entscheidung über technische Fragen nach Belgrad.

    MOSKAU, 10. August (RIA Novosti). Die "Vermittler"-Troika, die von der Kosovo-Kontraktgruppe in London gebildet wurde, kommt am Freitag zur Entscheidung über technische Fragen nach Belgrad.

    Die Gruppe besteht aus Diplomaten Russlands, der EU und der USA.

    Das teilte der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtiges des russischen Föderationsrates (Oberkammer des russischen Parlaments), Michail Margelow, mit.

    "Die Vermittler sollen den Dialog zwischen der serbischen und der albanischen Seite sichern und somit zur Herbeiführung eines Kompromisses beitragen", sagte der Senator. Ihm zufolge gehört es nicht zur Aufgabe der "Troika", die Form und den Inhalt des Kosovo-Status festzulegen.

    Margelow verwies darauf, dass Washington die von Martti Ahtisaari unterbreiteten Plan fördern wolle, wogegen sich Belgrad und Moskau wenden. Sollte dieser Plan einseitig, ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates angenommen werden, würde dies "der Europäischen Union kaum genehm sein".

    "Eine solche Wendung würde die Region destabilisieren und einen für eine Reihe europäischer Länder gefährlichen Präzedenzfall der Selbstbestimmung nationaler Territorien schaffen", sagte Margelow.

    Ihm zufolge hat Belgrad bereits die Bereitschaft zu einem Kompromiss bekundet, der darauf hinausläuft, dem Kosovo "eine umfassende Autonomie zu gewähren, die unter modernen internationalen Verhältnissen nur erdenklich ist". Der Parlamentarier äußerte auch, dass "Pristina noch keinerlei konstruktive Vorschläge vorgebracht hat".

    "Der Erfolg der Arbeit der ‚Troika' hängt davon ab, inwieweit die Teilnehmer des Prozesses fähig sind, die Situation neu aufzufassen, ohne sich dem Ahtisaari-Plan zuzuwenden", sagte der Senator.

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