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    Schanghaier Vertrag statt des Warschauer Paktes

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    Die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) wurde als Instrument für die Realisierung von wirtschaftlichen und humanitären Schritten geschaffen.

    MOSKAU, 10. August (RIA Novosti). Die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) wurde als Instrument für die Realisierung von wirtschaftlichen und humanitären Schritten geschaffen. Eine erfolgreiche Wirtschaftstätigkeit ist aber unmöglich, wenn nicht die militärischen Ämter der Mitgliedsstaaten daran teilnehmen.

    Diese Einschätzung traf General Juri Balujewski, Generalstabschef der russischen Streitkräfte, bei den militärpolitischen Konsultationen, die in der kleinen chinesischen Stadt Urumtchi geführt werden. Darüber schreibt am 10. August die russische Zeitung "Nesawissimaja gaseta".

    Freilich machte Balujewski den Vorbehalt, dass Russland gegen militärische Blöcke usw. sei. Doch wirken diese Worte höchstens als ein Tribut an die offizielle Rhetorik.

    "Die Ansprüche der USA und der NATO auf die Weltführung müssen einige Gegengewichte haben. Zweifellos braucht Russland heute Verbündete, erst recht in einer so komplizierten Region wie Asien", sagte Vitali Schlykow, Mitglied des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik. "In dieser Hinsicht kann die Erklärung des Generalstabschefs als eine absolut normale Reaktion der russischen Behörden auf die zunehmende Zuspitzung in der Welt eingeschätzt werden."

    Vitali Schlykow schloss auch nicht aus, dass die von Balujewski verkündete Initiative gewissermaßen eine Antwort auch auf die Entfaltung des amerikanischen ABM-Systems in Europa sein könne: "Wir antworten auf Amerikas Streben nach der Welthegemonie auf verschiedene Weise, und die Verleihung eines militärpolitischen Vektors an die SOZ ist nur eine davon", betonte der Experte.

    Pawel Solotarjow, stellvertretender Direktor des Moskauer USA- und Kanada-Instituts, erläuterte dem Kommentator der "Nesawissimaja gaseta": "Es ist eindeutig zu verstehen, dass in der Welt eine bestimmte Kräftebilanz erhalten werden muss. Die Aktivitäten des Nordatlantikpaktes in Asien sind sehr intensiv und es ist absolut verständlich, dass die SOZ-Länder um ihrer Sicherheit willen einige militärpolitische Konzepte ausarbeiten müssen, die den Schutz der nationalen Interessen gewährleisten können. Russland strebe danach, die Schanghaier Organisation zu aktivieren. Leider kann heute keine Struktur dieser Art effektiv handeln, wenn die militärischen Mechanismen zur Gewährleistung der regionalen Sicherheit nicht in Betracht gezogen werden."

    Die SOZ kann also eine reichhaltige militärische Zukunft haben, so die "Nesawissimaja gaseta".

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