10:56 24 August 2017
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    Raketenabwurf in Georgien: Amerikanische OSZE-Mission appelliert für dringende Klärung

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    Raketeneinschlag in Georgien (44)
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    Die US-amerikanische Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat den Raketenabwurf von einem unbekannten Flugzeug auf georgisches Territorium verurteilt und dazu aufgerufen, alle Umstände des Zwischenfalls unverzüglich zu klären.

    WIEN, 10. August (RIA Novosti). Die US-amerikanische Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat den Raketenabwurf von einem unbekannten Flugzeug auf georgisches Territorium verurteilt und dazu aufgerufen, alle Umstände des Zwischenfalls unverzüglich zu klären.

    Das geht aus einer Erklärung der Mission hervor.

    „Wir begrüßen die verhaltene Position Georgiens angesichts dieses Luftangriffes und treten für die unverzügliche Klärung der mit dem Zwischenfall verbunden Fakten ein sowie appellieren an alle beteiligten Seiten, die von der georgischen Regierung und von der OSZE eingeleitete Untersuchung in jeder Weise zu unterstützen“, so das Dokument.

    Dieser Vorfall hebe die dringende Notwendigkeit hervor, Fortschritte bei der friedlichen Beilegung des Südossetien-Konfliktes herbeizuführen, heißt es.

    Die Mission ruft Russland und Georgien auf, ihre Anstrengungen im Geiste der Konstruktivität zu forcieren, um den Konflikt zu beenden.

    Laut der georgischen Seite sind zwei Flugzeuge mit russischen Erkennungszeichen am 6. August in den Luftraum von Georgien eingedrungen und haben die Radarstation nahe der Stadt Gori unter Raketenbeschuss genommen. Die Anlage ist laut Tiflis nicht beschädigt worden.

    Die Leitung des Generalstabs der russischen Streitkräfte weist die Berichte über Flüge russischer Luftfahrzeuge zur genannten Zeit in dem an Georgien angrenzenden Luftraum entschieden zurück.

    Russland bewertet den Zwischenfall mit dem Raketenabwurf in Georgien als einen Versuch, die positiven Tendenzen in den russisch-georgischen Beziehungen zu untergraben und die Situation im georgisch-ossetischen Konfliktraum zu verschärfen, heißt es in einer Mitteilung des russischen Außenministeriums, die nach einem Telefongespräch zwischen dem russischen Staatssekretär und Vizeaußenminister Grigori Karassin und dem Ersten Stellvertreter des georgischen Außenministers, Nikolos Waschakidse, veröffentlicht wurde.

    Wie der Befehlshaber der Gemischten Friedenskräfte im georgisch-ossetischen Konfliktraum, Marat Kulachmetow, informierte, hatte Georgien 14 Stunden lang den Fakt der Verletzung seiner Staatsgrenze verschwiegen. „Im Laufe des ganzen 6. August hat die georgische Seite Schweigen bewahrt. Am Morgen des Siebenten kam jedoch eine Regung“, so Kulachmetow. Ihm zufolge hat die georgische Seite am 7. August plötzlich mit Schemen der so genannten objektiven Kontrolle durch die Kommandozentrale der Luftverteidigung aufgewartet, die die Flugroute zeigten.

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