04:09 22 Februar 2018
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    Vor Sizilien tödlich verunglückter russischer Forscher wird nach Moskau überführt

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    ROM, 11. August (RIA Novosti). Der Leichnam des russischen Forschers Pjotr Michejtschik, der am 3. August bei einer Schiffskollision vor der sizilianischen Küste ums Leben gekommen ist, wird in sein Heimatland überführt.

    Das teilte der russische Generalkonsul in Palermo, Alexander Gussew, am Samstag RIA Novosti mit. Ihm zufolge wird der Sarg des Forschers auf dem Weg nach Russland von seinen Familienangehörigen begleitet, die am Samstagmorgen mit einer „Alitalia“-Maschine von Rom nach Moskau abgeflogen sind.

    Laut dem Generalkonsul hatte ein orthodoxer Geistlicher aus der sizilianischen Stadt Catania am Freitag in einer Kirche der Stadt Mazara del Vallo eine Seelenmesse für Pjotr Michejtschik gehalten. Nach Gussews Angaben findet die Beisetzung am Montag statt.

    Die anderen Mitglieder der Forschercrew, die Ozeanologen Sergej Popow und Sergej Gontscharow, die sich beim Schiffsuntergang gerettet hatten, seien inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden und blieben noch unter ärztlicher Kontrolle auf Sizilien, sagte der Generalkonsul.

    Das italienische ozeanographische Schiff „Thetis“ hatte am 3. August vor der sizilianischen Küste nahe der Stadt Mazara del Vallo bei starkem Nebel das panamaische Containerschiff „Eleni“ gerammt. Bei der Kollision sank die „Thetis“. Der 53-jährige russische Forscher Pjotr Michejtschik befand sich zum Zeitpunkt des Schiffsunglücks im Laborraum im Schiffsinneren.

    Die „Thetis“ hatte Informationen über die heimische Meeresfauna vor der sizilianischen Küste gesammelt. An Bord des Forschungsschiffes waren insgesamt 14 Menschen, darunter acht Forscher, tätig.

    Die italienische Staatsanwaltschaft hat wegen der Schiffskollision ein Untersuchungsverfahren eingeleitet. Die Seebehörden Siziliens prüfen jetzt die Umstände des Schiffsunglücks.