15:43 16 Dezember 2017
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    Atomkonflikt mit Nordkorea: Arbeitsgruppe für Sicherheit bemüht sich um Fortschritte

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    MOSKAU, 21. August (RIA Novosti). Die Arbeitsgruppe für Sicherheit in Nordostasien will Fortschritte bei den Sechs-Länder-Gesprächen zu Nordkorea erreichen.

    Darauf verwies der russische Sonderbotschafter Wladimir Rachmanin in einer Stellungnahme zu den Ergebnissen des ersten Sitzungstages der Gruppe.

    Die zweitägigen Beratungen der Arbeitsgruppe hatten am Montag in Moskau begonnen.

    Das Treffen mit den Verhandlungsdelegationen von Nordkorea, Südkorea, China, den USA und Japan findet unter dem Vorsitz Russlands statt.

    „Wir stehen erst am Anfang des Weges. Das ist erst die zweite Sitzung der Arbeitsgruppe. Während der heutigen Sitzung war der Wunsch der Seiten deutlich spürbar, den Mechanismus für Fortschritte bei den Verhandlungen und zur Förderung von Stabilität und Sicherheit in Nordostasien anzuwenden“, sagte Rachmanin.

    Ihm zufolge sind am ersten Sitzungstag die „Probleme der Sicherheit in Nordostasien sachlich und konstruktiv erörtert worden“.

    „Wir haben nicht nur Fragen behandelt, die zum Fortschritt bei den sechsseitigen Verhandlungen beitragen könnten, sondern auch versucht, in die Zukunft zu blicken“, sagte der Diplomat.

    Rachmanin teilte mit, dass die Seiten am Montag zahlreiche bilaterale Treffen mit verschiedenen Partnern sowie zwei Plenarsitzungen durchgeführt und sich darüber verständigt haben, eine weitere Sitzung am Dienstagmorgen abzuhalten.

    Danach gefragt, ob in der Sitzung ein Treffen der Teilnehmer der Sechsergespräche auf Ministerebene erörtert worden sei, antwortete der russische Diplomat, diese Frage werde unmittelbar von den Delegationschefs erörtert.

    Das bevorstehende Ministertreffen werde wohl in einem geringeren Maße die Arbeit der Gruppe, sondern vielmehr die Arbeit an Fragen des atomaren Abbaus und an Wirtschaftsfragen betreffen, so Rachmanin.

    Laut Sonderbotschafter ist der Termin für das Ministertreffen noch nicht festgelegt. Der Diplomat verwies darauf, dass die Chefunterhändler im Juli die Absicht bekundet hatten, Anfang September eine Sitzung und dann möglichst früh das Ministertreffen durchzuführen. Laut Rachmanin ist das keine einfache Sache, den Termin des Treffens der Außenminister der sechs Länder „im eng ausgefüllten September“ zu vereinbaren.

    Rachmanin betonte ferner, es gehe nicht um Termine, sondern vor allem um die Qualität der Entscheidungen und um Fortschritte im Verhandlungsprozess.

    Die Arbeitsgruppe für Sicherheit in Nordostasien ist eine der fünf Gruppen, die entsprechend den Vereinbarungen der Februar-Gesprächsrunde gebildet wurden. Im August haben bereits Sitzungen der Arbeitsgruppen für Atomabbau, für wirtschaftliche und für Energiekooperation stattgefunden. Bis Ende August sollen noch Treffen der Gruppen für die Normalisierung der Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA sowie zwischen Nordkorea und Japan durchgeführt werden. Erst danach kann die nächste Runde der Sechsergespräche stattfinden, in der Schritte zur Umsetzung der für die zweite Phase des Atomabbaus vorgesehenen Maßnahmen abgesteckt werden sollen.

    Entsprechend den Vereinbarungen der Februarrunde der sechsseitigen Verhandlungen hatte Pjöngjang als Gegenleistung für die Lieferung von 50 000 Tonnen Heizöl seinen Atomreaktor in Yongbyon stillgelegt und Inspekteuren der Atomenergiebehörde (IAEO) Zugang zu der Anlage gewährt. In der zweiten Etappe ist vorgesehen, dass Nordkorea im Austausch gegen weitere 950 000 Tonnen Brennstoff eine vollständige Liste seiner Atomobjekte vorlegt und diese außer Betrieb setzt.

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