14:37 17 Dezember 2017
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    Streit um Raketenabwurf: OSZE-Beauftragter enthält sich vorerst eines Kommentars

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    Raketeneinschlag in Georgien (44)
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    Der Sonderbeauftragte des jetzigen OSZE-Vorsitzenden, Miomir Zuzul, hat am Dienstag die Stelle des Raketeneinschlags beim Ort Zitelubani im georgischen Rayon Gori in Augenschein genommen, berichtet die Agentur „Novosti-Grusia“.

    TIFLIS, 21. August (RIA Novosti). Der Sonderbeauftragte des jetzigen OSZE-Vorsitzenden, Miomir Zuzul, hat am Dienstag die Stelle des Raketeneinschlags beim Ort Zitelubani im georgischen Rayon Gori in Augenschein genommen, berichtet die Agentur „Novosti-Grusia“.

    Nach Behauptung der georgischen Behörden sei ein Flugzeug mit russischen Erkennungszeichen am 6. August in den Luftraum Georgiens eingedrungen und habe eine Rakete gegen die Radarstation nahe der Stadt Gori abgeworfen. Die Rakete fiel beim Ort Zitelubani nieder und explodierte nicht.

    Nach Angaben der im georgisch-ossetischen Konfliktraum stationierten Friedenstruppe war das Flugzeug von georgischem Territorium aus geflogen und in dieselbe Richtung zurückgekehrt.

    Die Leitung des Generalstabs der Streitkräfte Russlands weist die Berichte über Flüge russischer Luftfahrzeuge zur genannten Zeit in dem an Georgien angrenzenden Luftraum zurück. Laut dem Hauptstabschef der Luftstreitkräfte Russlands, Generalleutnant Igor Chworow, nehmen russische Experten an, dass die bei Zitelubani im georigsch-ossetischen Konfliktraum entdeckte Rakete an einem anderen Ort explodiert sei.

    Wie der OSZE-Vertreter zu Journalisten sagte, gibt es mehrere Versionen des Geschehenen. Er könne noch keinen Kommentar dazu geben, so Zuzul. Er sei gekommen, um von allen Seiten ausführliche Informationen zu erhalten, die dem jetzigen OSZE-Vorsitzenden unbedingt zur Kenntnis gebracht würden, sagte Zuzul. Wie er glaube, werde auch die internationale Expertengruppe mit ihrer Arbeit bald fertig sein, sagte der OSZE-Vertreter.

    Zuzul wird nach Abschluss seines Besuchs in Tiflis nach Moskau reisen, um alle Umstände um den Raketenzwischenfall zu klären.

    „Die OSZE ist an einer unvoreingenommenen Untersuchung des Zwischenfalls interessiert. Ich reise von Tiflis nach Moskau weiter. Danach werde ich den jetzigen OSZE-Vorsitzenden informieren“, sagte Zuzul.

    Der Sonderbeauftragte des OSZE-Vorsitzenden und ehemalige Außenminister Kroatiens war am Montag nach Tiflis gekommen, um die Umstände des Raketenabwurfs von einem unbekannten Flugzeug am 6. August nahe der Stadt Gori zu klären.

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