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    George Bush setzt sich für internationale Schifffahrt in Arktis ein

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    George Bush hat erklärt, dass die Meeresengen in der Arktis ihren internationalen Status behalten müssen.

    WASHINGTON, 21. August (RIA Novosti). George Bush hat erklärt, dass die Meeresengen in der Arktis ihren internationalen Status behalten müssen.

    Die Positionen der USA seien unverändert, hat der Direktor für die Angelegenheiten der Westlichen Hemisphäre im amerikanischen Sicherheitsrat, Dan Fisk, mitgeteilt.

    Wie er nach den bilateralen Verhandlungen zwischen Bush und dem kanadischen Premierminister Harper in Chateau Montebello 110 Kilometer von Ottawa entfernt berichtete, hat der kanadische Premierminister seiner Besorgnis über die Vorgänge in der Arktis gegenüber dem US-Präsidenten Luft gemacht. „Der Präsident hat die Positionen Kanadas viel besser verstanden, doch meint unter Berücksichtigung der Interessen der USA, dass die nordwestliche Meerenge ein internationaler Seeweg ist und entlang seiner gesamten Länge dem internationalen Seeverkehrsrecht unterliegt“, stellte Fisk, der Bush nach Kanada begleitet hat, fest.

    Das Protokoll des Pressegesprächs hat die Pressestelle des Weißen Hauses verbreitet.

    Nach dem bilateralen Spitzengespräch hat ein namentlich nicht genannter Vertreter der kanadischen Regierung der Zeitung Vancouver Sun gesagt, dass der Premierminister versucht hat, den amerikanischen Präsidenten davon zu überzeugen, dass Kanada die Jurisdiktion über den Seeweg beansprucht. Harper habe sich unter anderem auf den früheren US-Botschafter in Ottawa, Paul Celucci, berufen, der sich für eine Oberhoheit Kanadas eingesetzt hat.

    Die Medien in den USA und in Kanada berichten, dass Harper aufgrund der zu erwartenden Eisschmelze sowie daraus folgender größerer Schifffahrtsmöglichkeiten und der kommerziellen Nutzung der Arktis auf Ansprüchen Kanadas in der nordwestlichen Meerenge beharrt, um sie unter die Kontrolle seiner Marine zu stellen.

    „Global and Mail“ erinnerte in diesem Zusammenhang am Montag an die wachsende kanadische Militärpräsenz in der Arktis, die im Jahr 2007 auch in vier Manövern ihren Niederschlag gefunden haben.

    Premierminister Harper hat erst kürzlich den Bau eines Tiefwasserhafens und eines militärischen Ausbildungszentrums in der Arktis angekündigt, um die Ansprüche Kanadas zu demonstrieren.

    Der frühere US-Botschafter in Kanada, Paul Cellucci, hat am Sonntag dem kanadischen Fernsehkanal CTV erklärt, die USA müssen ihren Standpunkt überprüfen und die kanadischen Ansprüche anerkennen. Er habe dem US-Außenministerium entsprechende Empfehlungen vor dem Verlassen seines Postens übermittelt. Nach seiner Überzeugung liegt es im Interesse der USA, wenn Kanada seine Präsenz in der Arktis ausbaut, denn das festige die Sicherheit der westlichen Hemisphäre.

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