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    Serbien hofft auf Direktverhandlungen über Kosovo-Status

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    BELGRAD, 29. August (RIA Novosti). Serbiens Minister für Kosovo und Metochien, Slobodan Samardzic, hat seine Zufriedenheit über den Inhalt der bevorstehenden Verhandlungen in Wien zum Ausdruck gebracht.

    „Wir hoffen, dass der Kosovo-Status zum Hauptgegenstand der direkten Verhandlungen zwischen der serbischen und der albanischen Delegation wird - das ist gerade das, worauf die serbische Seite lange Zeit bestanden hat“, sagte er am Dienstagabend in einem Interview für die Nachrichtenagentur Tanjug.

    Der Minister fügte hinzu, dass die serbische Delegation bei einem Treffen mit Vertretern der Kosovo-Kontaktgruppe, die als Vermittler der Verhandlungen agieren, ihr Lösungskonzept zum Territorialstreit darlegen werde.

    „Das Wesen der Vorschläge Belgrads hat sich nicht geändert: Es besteht darin, dass das Kosovo mit den Rechten einer denkbar weitgehenden Autonomie ausgestattet wird, während die territoriale Integrität Serbiens aufrechterhalten werden soll“, sagte Samardzic. „Der zweite Teil unserer Vorschläge betrifft die reale Gewährleistung dieses Status, unter anderem durch die führenden internationalen Organisationen.“

    Samardzic und Serbiens Außenminister Vuk Jeremic werden die serbische Delegation bei den Verhandlungen leiten, die am 30. August in Wien wiederaufgenommen werden.

    Die Kosovo-Delegation wird vom Präsidenten Fatmir Seidiju, dem provisorischen Außenminster Agim Ceku, dem Parlamentschef Koli Berisha und vom Chef der Demokratischen Partei, Hashim Thaci, angeführt.

    Am vergangenen Freitag hatte die Kosovo-Delegation eine Erklärung abgegeben, laut der sie sich bei den bevorstehenden Verhandlungen an den „Drei Neins“ festhalten wird, die auch vom Parlament gebilligt wurde. Das bedeute, dass der zukünftige Kosovo-Status nicht diskutiert wird, „weil dies bereits eine gelöste Frage ist“. Außerdem werde der Vorschlag als „für die albanische Seite inakzeptabel“ nicht diskutiert, die Provinz in einen albanischen und einen serbischen Teil aufzugliedern. Auch der vom ehemaligen UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari vorgelegte Plan, der eine „kontrollierbare Unabhängigkeit“ für die serbische Provinz vorsieht, dürfe nicht revidiert werden.

    Zuvor hatten die führenden Kosovo-Repräsentanten mehrmals gedroht, aus dem Verhandlungsprozess auszusteigen, wenn diese Bedingungen nicht eingehalten werden.