11:47 21 April 2018
SNA Radio
    Politik

    Moratinos will spanischen „Spionage-Skandal“ bei Russland-Besuch nicht thematisieren

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 10
    MADRID, 29. August (RIA Novosti). Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos will bei seinem Besuch in Moskau mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow nicht über den kürzlich bekannt gewordenen Fall um einen angeblichen „russischen Spion“ diskutieren.

    Das sagte ein Sprecher des spanischen Außenministeriums.

    „Der Minister Moratinos wird nicht die Geschichte mit dem spanischen Korporal Roberto Florez Garcia diskutieren, der Mitarbeiter des Nationalen Aufklärung war und vermutlichen für einen der ausländischen Geheimdienste arbeitete“, sagte der Außenministeriumssprecher.

    Er verwies darauf, dass die spanische Regierung „Russland nie offiziell die Anwerbung des spanischen Agenten beschuldigte und dass die sämtlichen Vorwürfe an Moskau nur aus der Presse hervorgingen“.

    Der Korporal a.D. Florez Garcia war Sicherheitsmann in einem Aufklärungsausbildungszentrum gewesen. Ende Juli wurde er „wegen Verdachts der Übergabe von Geheiminformationen über die Strukturen des spanischen Aufklärungsdienstes und dessen Angestellten an einen ausländischen Staat“ festgenommen worden.

    Mit Hinweis auf Quellen in Geheimdiensten schrieben spanische Medien, dass „Florez Garcia russischer Spion war und dafür 200 000 US Dollar bekam“.

    Während des zweitägigen Aufenthalts von Moratinos in Moskau sollen der am 28. und 29. September bevorstehende Besuch des spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero in Russland, die bilateralen Beziehungen und einige internationale Fragen besprochen werden, sagte der Ministeriumssprecher.

    Zudem soll Moratinos als kommissarischer Vorsitzender der OSZE mit Lawrow über die Beschuldigungen diskutieren, die Georgien gegen Russland wegen des sich angeblich Anfang August ereigneten „Raketenzwischenfall“ macht. Am 3. September will Moratinos Georgien besuchen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren