10:52 18 Oktober 2018
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    Sjuganow über Parteiwechsel von LDPR-Vizechef: "Mironow fehlte nur ein Pornoregisseur“

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    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Gennadi Sjuganow, beurteilt den Wechsel des einstigen LDPR-Vizevorsitzenden Alexej Mitrofanow zur Partei "Gerechtes Russland" skeptisch.

    Das sagte er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    Dem Parteichef von "Gerechtes Russland", Sergej Mironow, habe „nur ein Pornoregisseur gefehlt, und so haben sie einen von Schirinowski genommen. Das kann nichts als Gelächter hervorrufen“, so Sjuganow.

    Im Sommer 2005 hatte Mitrofanow den Erotikfilm „Julia“ gedreht, der für großes Aufsehen sorgte. Später entschuldigte sich das damalige LDPR-Fraktionsmitglied bei der ukrainischen Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko und bezeichnete seinen Film als überflüssig. Was ein Internet-Scherz hätte werden sollen, habe eine große politische Resonanz provoziert, räumte er ein.

    Zur bevorstehenden Parlamentswahl sagte Sjuganow, seine Partei bereite sich auf einen ernsthaften Kampf vor. Er verwies darauf, dass es zwischen den Parteien "Einheitliches Russland" und "Gerechtes Russland" sowie der LDPR keine richtigen Unterschiede gebe. „Gryslow, Mironow und Schirinowski haben in den vergangenen vier Jahren immer als ein Team gestimmt. Das ist ein und dieselbe Partei der Macht“, unterstrich Sjuganow.

    Zuvor hatte die Führung von "Gerechtes Russland" eine Pressekonferenz gegeben und über Mitrofanows Beitritt informiert. Dabei sagte Mitrofanow, dass sich die KPRF und die LDPR an ‚Gerechtes Russland’ anschließen sollten. Sjuganow reagierte darauf wie folgt: „Das ruft bei mir nur Lächeln und Grinsen hervor.“

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