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    Plassnik mit russischer Reaktion auf ABM-Äußerungen von Darabos unzufrieden

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    WIEN, 29. August (RIA Novosti). Die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik ist mit der Reaktion der russischen Presse auf die jüngsten Äußerungen von Österreichs Verteidigungsminister Norbert Darabos zu den Raketenabwehrplänen der USA unzufrieden.

    Österreich sei kein 51. US-Bundesstaat, zugleich aber keine Filiale Russlands, sagte Plassnik am Mittwoch in einer Sitzung des österreichischen Kabinetts in Wien. Zuvor hatte Verteidigungsminister Darabos die US-Pläne für eine Raketenabwehr in Europa als sinnlos und provokatorisch abgewiesen.

    Ihre Feststelung resultiere aus einer begeisterten Reaktion russischer Medien, nicht aber aus einer Kritik am österreichischen Verteidigungsminister. Die österreichische Außenpolitik sei unabhängig und befolge einen strikten eigenen Kurs. Dieser Kurs werde Plassnik zufolge auch in der Zukunft gesteuert.

    In einem Interview der konservativen österreichischen Zeitung "Die Presse" vom 23. August hatte Darabos die US-Raketenabwehrpläne für Tschechien und Polen als sinnlos und provokatorisch bezeichnet. Es habe keinen Sinn, eine Raketenabwehr in Europa aufzustellen… "Dadurch werden nur unnötig alte Debatten des Kalten Krieges wieder

    angefacht", sagte Darabos. Eine direkte Bedrohung aus dem

    Iran sieht der Verteidigungsminister nicht: "Da werden alte Geister

    heraufbeschworen, die wir eigentlich schon vertrieben hatten."

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